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1. März 1901
Wuppertaler Schwebebahn

Schwebebahn
Die Wuppertaler Schwebebahnen gehört zu einem weltweit einmaligen Transportmittel und mit zu der bedeutendsten Touristen-Attraktionen der Region. Neben dem für die damalige Zeit technischen Fortschritt galt die Schwebebahn bis zu dem Unglück von 1999 als eines der sichersten Fortbewegungsmittel.
Die Dichterin Else Lasker-Schüler bezeichnete die eiserne K
onstruktion "den stahlharten Drache".

Der Kölner Ingenieur Eugen Langen (1833-1895) konzipierte 1893 dieses "Wunderwerk" der Technik, die erste Hochschwebebahn mit frei hängenden Personenwagen. Zunächst wurde in Köln/Deutz eine 300m lange Teststrecke gebaut. Ein Jahr nach seiner Erfindung begann der Bau in Elberfeld und Barmen. Verkehrsprobleme und Platzmangel führten Ende des 19.Jahrhunderts in dem Ballungsraum zu dem Bau der Schwebebahn. Andere Alternativen ließen der harte Untergrund nicht zu. Im Sommer 1898 wurde mit dem Bau begonnen, die erste Probefahrt erfolgte bereits im Dezember. Kaiser Wilhelm II. wurde im Oktober 1900 mit der Schwebebahn chauffiert. Für den öffentlichen Fahrverkehr wurde die Bahn am 1.März 1901 freigegeben. In zwölf Metern Höhe werden die Passagiere die 13,3 Km zwischen Vohwinkel und Oberbarmen befördert. Die Strecke Kluse-Rittershausen (Oberbarmen) wird auf 472 Eisenstützen gehalten. Insgesamt wurde 19.200 Tonnen Eisen verwendet. Der Bau kostete alles in allem 16 Millionen Goldmark. Bis 1925 wurden schon knapp 25 Millionen Reisegäste transportiert, die Schwebebahn entwickelte sich rasch zum beliebten und wichtigen Transportmittel. 1943 wurde die Anlage bei Luftangriffen zerstört. Provisorisch wurde der Verkehr aufrecht erhalten.

 
   
Das erste "Unfallopfer" war der junge Elefant Tuffi im Jahr 1950. Er fiel während einer Werbefahrt seines Circus aus der fahrenden Gondel, blieb aber unverletzt. Im Laufe der Zeit kam es immer wieder zu einigen kleinen Zusammenstößen. Der folgenschwerste in der Geschichte der Wuppertaler Schwebebahn erfolgte am 12. April 1999. Bei Bauarbeiten wurde auf einer Schiene Material vergessen. Bei dem Unfall starben fünf Menschen und 46 wurden schwer verletzt. Erst am 8. Juni konnte der Fahrbetrieb wieder aufgenommen werden.

Nach neuesten Überlegungen soll die Wuppertaler Schwebebahn mittelfristig ohne Fahrer fahren. Im September 2002 entschied der Aufsichtsrat der Wuppertaler Stadtwerke den vollautomatischen und führerlosen Fahrbetrieb ab 2008/09 einzuführen. Ein entscheidender Grund waren die Personalkosten. Durch die Automatik sollen etwa 375.000 Euro pro Jahr eingespart werden.

Ina Schaefer

Quelle:
http://www.uni-wuppertal.de/wuppertal/schwebebahn/

     
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  Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 10.03.2003