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16. Dezember 1929 In den "goldenen Zwanziger Jahren" nahm die Entwicklung von Film, Theater und Literatur einen enormen Aufschwung. Das Medium Film schuf durch Weiterentwicklung der Serienphotographie "laufende Bilder". Durch die Verbindung dieser Bilder mit Sprache, Geräuschen und Musik entstand in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts der Tonfilm. Dabei prägte der Film in der Weimarer Republik fast alle Lebensbereiche, indem er provinzielle Denkschemata in Frage stellte, Tabus brach und Mode und Massenkonsum beeinflusste. 1927 kam der erste Tonfilm "The Jazz Singer" aus Amerika in die Kinos. Dabei wurde zwischen Bild- und Perforationslöchern eine lichtdurchlässige gezackte Spur aufgenommen. Die Größe der Zacken bestimmte die Lichtdurchlässigkeit. Beim Abspielen des Films wurde mittels einer Tonlampe diese gezackte Tonspur auf eine Fotozelle projiziert. Die unterschiedliche Helligkeit führte zu unterschiedlich starken Spannungen welche mittels Verstärker und Lautsprecher in hörbare Töne umgewandelt wurden. Der analoge Mono-Tonfilm (1 Kanal) war somit geboren. Mit dem Bau des ersten deutschen Tonfilmateliers der Ufa in Neubabelsberg im Jahre 1929 begann auch in Deutschland ein neues Kapitel der Filmgeschichte. "Melodie des Herzens" mit Willy Fritsch war der erste deutsche Tonfilm. 1930 folgte die Uraufführung vom "Blauen Engel" von Josef von Sternberg mit Marlene Dietrich und Emil Jannings in den Hauptrollen. Der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm hatte künstlerische und wirtschaftliche Konsequenzen. Filmschauspieler, die in Stummfilmzeiten Karriere gemacht hatten, erwiesen sich für die neuen Anforderungen des Tonfilms als nicht geeignet. Gefordert wurden jetzt "Temperament, schillernde Vielseitigkeit der Persönlichkeiten und vor allem Stimmen, die einen Ausdruck für alle Gemütslagen bereithalten". Nur wenigen Konzernen war es möglich, die hohen Kosten für die Umstellung auf die neue Tonfilm-Technologie aufzubringen. So war es vor allem die finanzstarke Ufa, die ihre Kinos schnell umrüsten und neue Tonstudios bauen konnte. In den 30er Jahren liebte das Publikum den Tonfilm und so wurden möglichst viele Kinos mit dieser technischen Neuerung ausgestattet. Dies war nicht ohne gravierende Nachteile: fast jedes Jahr gab es wieder technische Neuerungen bei der Tonaufnahme aber auch bei der Tonwiedergabe (bessere Verstärkeranlagen und Lautsprecher). Und so blieben häufig Kinos auf der Strecke, welche als erste den Tonfilm zeigen konnten, da die "veraltete" Anlage auf die geänderten Aufnahmebedingungen nicht abgestimmt war. Internetlinks: Literatur: |
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