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Eine Junkers Ju52 auf dem Flughafen
Tempelhof, dem deutschen Luftkreuz.
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Der Erfinder und Konstrukteur Hugo
Junkers aus Rheydt/Mönchengladbach gehört zu den bedeutendsten Pionieren
der Flugzeugentwicklung. Zu seinen berühmtesten Erfindungen gehört die
JU 52, die ab 1932 den Luftraum eroberte.
Schon bei seinen früheren Flugzeugkonstruktionen entwickelte
Junkers erstaunliche und für seine Zeit bahnbrechende Flugzeugtypen,
wie die J1 von 1915, das erste Ganzmetallflugzeug der Welt, auch "Blechesel"
genannt oder die einmotorige F13 von 1919. Die JU 52 stellt jedoch sein
Parade- und Glanzstück dar. Das Flugzeug wurde aus leichtem Duraluminiumblech,
einem optimalen Material für Flugzeuge, gebaut und stellt mit seinen
Hilfsflügeln, die die Wölbung der Tragflächen verändern können und dadurch
eine niedrige Landegeschwindigkeit erlauben, den Vorläufer der heutigen
Flugzeuge dar. Immer wieder bestaunt und gelobt wurde ihre erstaunliche
Kurzstarteigenschaft, die Landungen auf kleinsten Raum ermöglichte.
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06.01.1926, Junkers F13.
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In den 30er-Jahren war die JU mit einer Stückzahl
von 5000 das Transportflugzeug im europäischen Raum mit der größten
Serienproduktion. Von der deutschen Wehrmacht wurde die JU 52, die für
die Zivilfliegerei gebaut und von Junkers als Mittel zur Völkerverbindung
gesehen wurde, im Zweiten Weltkrieg als Transportmaschine genutzt und
für Fallschirmabsprünge eingesetzt. Bombenabwürfe wurden von ihr jedoch
nicht getätigt. Besondere Sympathien brachte dem Flieger die Rettung
von rund Zehntausend verwundeten deutschen Soldaten ein, die dem Flugzeug
den Namen "Tante JU" gaben. Bis in die vierziger Jahre war die JU 52
das meist gebaute Verkehrsflugzeug der Welt und wurde bis in die 60er-Jahre
von Fluggesellschaften und der Luftwaffe geflogen. Dann wurde sie nicht
mehr eingesetzt.
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Ju 1930.
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Eine Maschine stand bis 1990 auf der Zuschauerterrasse
des Düsseldorfer Flughafens.
Erst der "Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge", nahm sich
der JU an und finanzierte über Spendengelder die Reparaturen, um die
JU wieder flugtauglich zu machen. Nach 80.000 Stunden Arbeit und der
Beschaffung von drei fabrikneuen Orginal-Triebwerken von BMW, die in
einer Lagerhalle den Zweiten Weltkrieg überstanden hatten, war das Flugzeug
wieder hergestellt.
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| Die
heutige JU in Mönchengladbach. |
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Die JU fliegt wieder über NRW: Seid dem 30. August
1997 kommt die Oldtimer-Maschine wieder zum Einsatz. Der unverwechselbare
Klang des drei bulligen 9-Zylinder-Sternmotors von BMW kündigt die JU
schon Kilometer vorher an. Während der Sommermonate werden von dem Flughafen
in Mönchengladbach insgesamt 120 Rundflüge angeboten. Pro Flug können
17 Personen mit fliegen. Die Länge des Flugzeuges misst 18,9 m, hat
eine Höhe von 6,1 m und besitzt eine Spannweite von 29,25 m. Sie erzielt
Reisegeschwindigkeiten von 180 km/h und benötigt eine Startrollstrecke
von etwa 450 m. Weltweit gibt es heute noch sechs flugfähige Exemplare.
Ina Schaefer