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100.000 v. Chr. - 400 n. Chr.
Lebensweise in der Vorzeit

Bereits in der Altsteinzeit verstand es der Mensch sich eine Wohnstätte zu bauen. Die ersten stellten eine Art Zelt dar, die aus Fellen, Ästen und Zweigen bestanden und zum Teil eine Größe von 6-10 Quadratmetern aufwiesen. Wohnsiedlungen wurden in der Kölner Bucht und am Niederrhein entdeckt und geben Zeugnis von der damaligen Lebensform. Aus Feuersteinen und Quarziten wurden Waffen bzw. Werkzeuge hergestellt. Die Menschen lebten noch überwiegend von der Jagd. Der Elch, das Wildpferd, der Eisfuchs, das Ren, das Wollnashorn, Wasservögel und Fische gehörten zu ihrer Nahrungsgrundlage. Funde u.a. im Raum Düsseldorf belegen dies. Die Besiedlung nahm nach und nach zu und Werkzeuge wurden präzisiert und effektiver gebraucht.

Um 5000 v. Chr., in der Periode der Jungsteinzeit, traten neue Techniken auf: z.B. der Getreidemahlstein und die Bodenhacke. Damit waren die Grundlagen für den Ackerbau gegeben. Zusätzlich wurden Haustiere, neben Rindern, Schafen und Ziegen, später auch Schweine gehalten. Funde von bestimmten Gefäßen lassen auf ein "Vorratsdenken" und auf die Fähigkeit der Töpferei schließen. In Meckenheim wurden große Brandgruben entdeckt, die bezeugen, dass die Menschen zu dieser Zeit ihre Nahrung mit Feuer zubereitet haben. Mit dem Ackerbau wurden die Menschen sesshaft, bildeten eine Art Urform von Dorfgemeinschaften. Die ersten Dauersiedlungen mit festen Gebäuden entstanden.

Neue bedeutende Innovationen folgten erst wieder beim Übergang von der Steinzeit zur Bronze- und Eisenzeit, um 2000 v. Chr. Durch die Verwendung von neuen Materialien konnten Werkzeuge und Waffen haltbarer und mit verbesserter Wirkung eingesetzt werden. An Stelle des Beils traten Streitaxt und Kurzschwert. Zum ersten Mal wurden auch Schmuckgegenstände gefunden, u.a. in der Kölner Bucht: Armbänder, Nadeln und Ringe, die zum Teil auch schon aus Gold bestanden. Die Menschen weiteten ihr Siedlungsgebiet stärker aus und ließen sich in dem Raum zwischen Wupper und Sieg nieder. Auch "Handelsbeziehungen" mit Italien und Griechenland bestanden, wie entsprechendes Erdmaterial in Gefäßen bezeugt. Die typische Bauform dieser Zeit waren Ringwälle. Diese Befestigungsanlagen hatten eine Größe von drei bis vier Metern. Am Petersberg im Siebengebirge wurde eine solche Konstruktion entdeckt. Ebenso wurden in Köln-Lindenthal Gebäude ausgegraben, die über einen Keller, eingetieften Feuerstellen und überragende Dächer verfügten. Diese Häuser müssen nach der Meinung von Experten unseren Fachwerkhäusern im Rheinland sehr ähnlich gewesen sein. Die Töpferscheide wurde erfunden und die Menschen verstanden es reichverzierte Gegenstände herzustellen.

Ina Schaefer

Quellen

Links:
http://www.muecke.vogelsberg-online.de/historisches/doering.htm
http://www.archaeologie-online.de/links/154/155/
http://www.reartworld.com/Steinzeit/

Literatur:
Irmgard Wolf und Manfred Engelhardt: Kleine Kulturgeschichte der Rheinlande. Bonn 1998
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