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50 n. Chr. Im Zuge der Expansion des römischen Reiches und der Eroberung des nördlichen Galliens erlitten die Römer im Jahre 54 v. Chr. in linksrheinischen Gebieten, wo sich die heutige Stadt Köln befindet, eine herbe Niederlage gegen die dort ansässigen Eburonen. In einem Rachefeldzug vernichtete Caesar die Feinde und verwüstete das Land. An Hand von Caesars Buch: "De Bello Gallico", in dem die Ereignisse der Zeit festgehalten sind, lassen sich Geschehnisse rekonstruieren. Die Römer siedelten das germanische Volk der Ubier an und gründeten die Stadt Colonia Agrippina. Der Name entstand durch den Gründer Marcus Agrippa und durch die Kaiserin Agrippina, die im Jahre 16 n. Chr. in Köln geboren wurde und lautete vollständig: Colonia Claudia Ara Agrippina. Noch im Mittelalter priesen die Kölner die Gründung bzw. den Gründer mit dem Vers: Der herrliche marcus agrippa, Zunächst handelte es sich jedoch nicht um eine Stadt nach unserem heutigen Verständnis, sondern um ein typisches römisches Legionslager, dass auf einer rechteckigen Hochfläche angelegt wurde. Die Größe betrug etwa einen Quadratkilometer und in der Mitte kreuzten sich die zwei Lagerstraßen. Die eine verlief in Nord-Süd-Richtung, ähnlich der heutigen Einkaufsmeile Hohestraße. 50 n. Chr. wurde das Römerlager von der Kaiserin Agrippina zur Veteranenstadt für ehemalige Legionäre bestimmt. Nach Streitigkeiten wurde das Legionslager in die Umgebung, nach Bonn und Neuss, verlegt. Die Stadt bestand nun aus der Siedlung der Ubier und der Veteranenstadt. Der Handel erblühte und brachte Wohlstand in diese Region. Colonia Agrippina bekam den Sitz des niederrheinischen Statthalters zugesprochen und verfügte dadurch über einen größeren Einfluss als Trier. Neben Xanten war Köln die einzige Stadt mit kommunaler Selbstverwaltung und mit römischer Rechtsordnung. Um 256/57 drangen die Franken erstmals in die römischen Gebiete am Mittel- und Niederrhein vor. Ab dem 5. Jahrhundert war das römische Reich dem Untergang geweiht und mit der Eroberung der Stadt Köln im Jahr 454 durch die Franken endete die Herrschaft der Römer am Rhein. Nach einer Zeit des Übergangs, erlebte Köln als Residenz des Frankenkönigs eine Renaissance und gewann wieder an Bedeutung.
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