| Insgesamt 88 Prozent haben erreicht, 5 bis
7 Tage der Woche autofrei zu organisieren. Dabei nutzte mehr als die
Hälfte eines der öffentlichen Verkehrsmittel zwischen 3 bis 7 Tagen
in der Woche, das Fahrrad wurde von etwas weniger als der Hälfte in
dieser Häufigkeit benutzt.
Der Umstieg auf den Umweltverbund hat bei den
meisten TeilnehmerInnen keine Enttäuschungen bewirkt. Im Gegenteil
zeigen die auf Basis der Kampagnenerfahrungen getroffenen positiven
Bewertungen der Verkehrsmittel des Umweltverbundes - zu Fuß gehen,
Rad fahren, Bus und Bahn nutzen -, dass sich der Umstieg nach Einschätzung
der BefragungsteilnehmerInnen als machbar erwiesen hat. Schlechte
Bewertungen gab es aber für die Fahrtakte des Öffentlichen Verkehrs
abends und an den Wochenenden sowie bezogen auf den Radverkehr für
die Radabstellmöglichkeiten.
Die Teilnahme an der Kampagne zeigt auch eine
nachhaltige, über den Aktionszeitraum hinaus-weisende Wirkung. Fast
zwei Drittel der Befragten haben in der Abschlussbefragung ihre
Absicht genannt, im Anschluss an die Kampagne eine Zeitkarte des
Verkehrsverbunds anzuschaffen (63 Prozent). Hier zeigt sich ein
großes Potenzial an neuen Dauerkunden für die Verkehrsverbünde,
das mit entsprechenden Angeboten zu gewinnen ist. Immerhin 15 Prozent
beabsichtigten, Stammkunden bei der DB zu werden: sie planten die
Anschaffung einer Bahncard.
Im betrachteten Zeitraum haben 45 Beteiligte das
Auto abgeschafft, weitere 74 beabsichtigten, dies wahrscheinlich
im Nachgang zur Kampagne zu tun. Bei einem knappen Drittel dieser
Gruppe (38 Personen) geht es dabei um die Abschaffung des Zweitwagens,
bei gut zwei Dritteln (81 Personen) sogar um die Abschaffung des
einzigen Autos im Haushalt.
In der umfangreichen Presseberichterstattung zur
Kampagne von März bis Oktober 1998 fällt auf, dass die Kritik am
Öffentlichen Verkehr einen breiten Raum einnimmt. Das Ziel der Kampagne,
AutofahrerInnen zu einem Umstieg auf den Umweltverbund anzustoßen,
hierdurch Einstellungsveränderungen zu bewirken und zu einem bewussteren
und reduzierten Umgang mit dem Auto zu kommen, wird in den Berichten
oft aus den Augen verloren. Dieses Ziel ist jedoch durchaus erreicht
worden. Insgesamt haben die TeilnehmerInnen in den Presseinterviews
stellvertretend für die Mehrzahl der KampagnenteilnehmerInnen berichtet,
wie gut ein Leben ohne Auto in Nordrhein-Westfalen funktioniert.
Eine genauere Kurzfassung der Kampagnenergebnisse
kann im Internet unter http://www.wuppertal-institut.de/Projekte/Verkehr/v8.html
als pdf-Datei heruntergeladen oder beim Wuppertal Institut unter
der unten angegebenen Adresse bestellt werden. Dort kann auch eine
ausführliche Langfassung der Ergebnisse der Begleitforschung gegen
eine Schutzgebühr von 10,- Euro bezogen werden.
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
GmbH
Döppersberg 19
42103 Wuppertal
Telefon: 0202/2492-184
Fax: 0202/2492-263
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