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      Hüls AG
Firmengeschichte des Werkes Marl
       
1938
 
  Mausklick zum Vergrößern!   Die Bergwerksgesellschaft Hibernia und die IG Farben gründen die Chemischen Werke Hüls zur Produktion von Buna - synthetischem Kautschuk im Lichtbogenverfahren.
       
1940
 
  Mausklick zum Vergrößern!   Die Bunaproduktion wird aufgenommen. In diesem Jahr kamen auch die ersten Arbeiter aus Ludwigshafen nach Marl - in den folgenden zwei Jahren kamen etwa 2.500. Sie wurden auf dem Werksgelände in der Bereitschaftssiedlung untergebracht und aufgrund von Versorgungsschwierigkeiten durch die Werksgärtnerei, und den werkseigenen Bauernhof mit Schweinezucht und Milchkühen verköstigt. Das Feierabendhaus, eine Kopie des Originals in Ludwigshafen, wurde zum Treffpunkt für die Arbeiter.
       
1943
 
  Mausklick zum Vergrößern!   Es gab den schwersten Bombenangriff auf Hüls, der das Werk für drei Monate stillegte.
       
 
1944
  Der Anteil der "Fremdarbeiter" in Marl lag bei 27% der Gesamtbelegschaft. Sie stammten hauptsächlich aus Polen, der Sowjetunion, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Italien.
       
1945
 
  Mausklick zum Vergrößern!   Dr. Paul Baumann, Leiter der Produktion konnte eine Sprengung des Werkes vor dem Einzug der US-Soldaten bei Kriegsende verhindern. Die Produktion von Buna durfte mit einer Spezialgenehmigung der Alliierten zunächst weitergeführt werden. Gleichzeitig begann man mit der Herstellung von Waschrohstoffen.
       
 
1946
  Die Herstellung von PVC beginnt. Im Zuge der Entflechtung von IG Farben mußte Hüls eine größere Eigenständigkeit entwickeln. Eine von Hüls entwickelte Seife kann sich gegen den Widerstand von Industrieverband und Wirtschaftsministerium nicht durchsetzen und wird wieder eingestellt.
       
 
1947
  Die Konsumgenossenschaft "Neuland" wird zur besseren Versorgung der Mitarbeiter mit Dingen des täglichen Bedarfs gegründet.
       
1950
 
  Mausklick zum Vergrößern!   Der Korea-Boom hat positive Auswirkungen auch auf Hüls: zuvor entlassene Arbeiter können wieder eingestellt werden.
       
1951
 
  Mausklick zum Vergrößern!   "Der Lichtbogen", die Werkszeitschrift, erscheint zum ersten Mal.
       
 
1952
  Hüls wird Aktiengesellschaft. Aus der Chemischen Werke Hüls Gmbh wird die Chemische Werke Hüls AG, Anteileigner: 50% Bayer, 25% Kohleverwertungsgesellschaft, 25% Hibernia.
       
 
1958
  Bereits 1958 gründete Hüls seine erste Vertriebsgesellschaft im Ausland, Hüs Far East (HFE) Honkong.
       
 
1959
  Zusammen mit den IG-Nachfogefirmen, Hoechst, Bayer und BASF gründet Hüls die Bunawerke Hüls Gmbh (BWH).
       
 
1960
  In den 60er Jahren entstehen in Marl mehrere Tochterfirmen mit ausländischen Partnern.
       
 
1971
  Die Organisation der Hüls AG wird von einer funktionalen in eine divisionale Struktur geändert. Es werden Sparten gebildet, die für das operationale Geschäft in den Teilen "Marketing", "Anwendungstechnik" und Produktion verantwortlich sind. Dazu können sie sich der Hilfe von zentralen Dienstleistungsabteilung, z.B. "Technik", "Analytik", "Werbung" bedienen.
       
 
1979
  Veba übernimmt zu 100% die Hüls AG.
Hüls wird die Chemie-Säule der VEBA. Die Werke der Veba-Chemie werden in die Hüls AG integriert, die in der Folgezeit durch Zukäufe (Dynamik Nobel 1988, Röhm 1989, Stockhausen 1991) und Umgliederungen (MEMC, aus den Silicium-Wafer Aktivitäten von Dynamit Nobel und Montsanto) zu einem internationalen Konzern wächst.
 
1985
  VEBA übernimmt die Reste der Anteile an Hüls, den freie Aktionäre noch über die Nachfolgerin der IG Farben hielten. Damit ist die Geschichte der IG Farben bei Hüls zu Ende.
       
 
1988
  In den USA werden die Aktivitäten der Nuodex und der 1988 übernommenen Dynamit Nobel unter dem Namen Hüls America zusammengefaßt.
       
 
1991
  BWH wird zwischen Hüls und Bayer aufgeteilt. Die Anlagen in Marl gehen an Hüls, die in Dormagen und Frankreich an Bayer.
       
 
1992
  In Marl werden die Anlagen für Acrylsäure/Butylacrylat und eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff angefahren. Mir Inbetriebnahme des zweiten Anlagestranges zue Dichlorethanspaltung und einer Oxihydrochlorieranlage erfolgt die endgültige Ablösung der Vinychlorid-Herstellung auf Acetylenbasis durch ein Verfahren auf Ethylenbasis.
 
1995
  Der gesamte Hüls-Konzern unterzieht sich dem Öko-Audit.
       
 
1996
  Um die Forschung zu intensivieren, gründet Hüls ein Screening-Committee, das- unabhängig von der Bereichbezogenen Forschung- nach Ideen für Geschäftsoptionen sucht. Leitmotiv bleiben dabei die Grundsätze des Sustainable Development, dem nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaften.
       
1998
Hüls wird mit der Degussa zu einer Degussa-Hüls AG verschmolzen.
     
       
   Aufbau in Marl    
  Lichtbogen    
     
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  Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 07.03.2003