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    1905: Vereinigung der Ruhrorter und Duisburger Häfen
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Innenhafen-
Jahrhundertwende
Nachdem zunächst Konkurrenz das Verhältnis zwischen den staatlichen Ruhrorter und den seit 1889 städtischen Duisburger Häfen bestimmt und den allgemeinen Aufschwung befördert hatte, erwuchs zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei den Verantwortlichen die Einsicht, daß der vorgesehene weitere Ausbau beider Hafengruppen ein Überangebot an Kapazitäten zur Folge haben und die Wirtschaftlichkeit der Anlagen beeinträchtigt würde.
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Marientor
Eine Zusammenarbeit erschien beiden Seiten vorteilhaft, daher einigte man sich auf die Einrichtung einer Interessen- und Betriebsgemeinschaft in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Der Kooperation ging jedoch ein kommunaler Machtkampf voraus, der letztlich im Zusammenschluß Duisburgs mit Ruhrort und Meiderich zu Groß-Duisburg endete und die Rivalität am Hafen endgültig bereinigte.

  1926: Der Duisburger Hafen wird zur Aktiengesellschaft
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Um die öffentlichen Duisburg-Ruhrorter Häfen nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen zu führen und so der Hafenverwaltung zu mehr ökonomischer und administrativer Beweglichkeit zu verhelfen, wurde schon um 1914 an eine Umwandlung der Hafenbetriebsgemeinschaft in eine Aktiengesellschaft gedacht. Doch wegen des Ersten Weltkrieges und anschließender politisch-wirtschaftlicher Unsicherheiten gelang es erst 1926, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Am 26. Juli des Jahres verabschiedete der preußische Landtag das Gesetz zur Übertragung der staatlichen Hafenanlagen an eine Aktiengesellschaft, die "Duisburg-Ruhrorter Häfen AG". Sie sollte die staatlichen Häfen in Ruhrort, die städtischen Häfen in Duisburg und die ehemals der Bahn gehörenden Häfen in Hochfeld und Ruhrort umfassen. Als Anteilseigner fungierten zu zwei Dritteln Preußen und zu einem Drittel die Stadt Duisburg.

    1945-2000: Wiederaufbau, Strukturwandel und Modernisierung
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1945: Schiffswracks
Die Folgen des Zweiten Weltkrieges zeitigten für die Stadt Duisburg und ihren Hafen unermessliche Verwüstungen. Industrielle Produktionsstätten, Versorgungsnetze, Verkehrswege und Hafenbrücken waren zu großen Teilen zerstört. Zunächst galt es, die erheblichen Kriegsschäden im Hafengebiet zu beseitigen und die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur, wenn auch nur provisorisch, wiederherzustellen. Erst im Jahre 1950 setzte der eigentliche Wiederaufbau der Anlagen ein.

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Ruhrbrückeneröffnung 1949
Mit der rasanten Wirtschaftsentwicklung der jungen Bundesrepublik ging eine grundlegende Erneuerung traditioneller Transportkapazitäten wie Schiff, Bahn und Straße einher. Der Warenumschlag im Duisburger Hafen nahm bei hohen Wachstumsraten kontinuierlich zu. In den sechziger Jahren löste der Energieträger Mineralöl die altbewährte Kohle zunehmend ab, so daß die Installation von Rohöl-Pipelines zwischen den Ruhrorter Häfen und den Raffinerien des Ruhrgebietes erforderlich wurde. 1965 rangierten Mineralölprodukte nach dem Erz und vor der Kohle an zweiter Stelle der wichtigsten Umschlaggüter. Weiter folgten Eisen und Stahl, Kies und Sand, Schrott und Getreide.

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Kohletransport

Der seit den siebziger Jahren erkennbar gewordene Bedeutungsverlust von Kohle und Stahl zwang die Verantwortlichen, nach neuen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Betätigung für Stadt und Hafen zu suchen. Zurückgehender Massengutumschlag einerseits und steigender Stück- und Schwergutverkehr andererseits setzten den Rahmen. Große Chancen lagen in der Entwicklung des Hafens zum multifunktionalen Dienstleistungszentrum.


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Kombinierter Verkehr

Sichtbarer Ausdruck des fortschreitenden Srukturwandels war die Zunahme des bis dahin eher unbedeutenden Containerverkehrs. Moderne Terminals wurden errichtet und der Rhein-See-Verkehr erlebte einen ungeahnten Aufschwung.


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Hafengruppe Ruhrort

Die wachsende Liberalisierung und Integration der europäischen Märkte und Verkehrswege gibt für Duisburg und seinen Hafen die Richtung zur Erschließung weiterer Wirtschaftspotentiale vor. Durch den Abbau von Tanklägern, Stillegung einer Raffinerie, Verlegung von Erzumschlag und Erzlagerung in die Werkhäfen sowie partielle Zuschüttung von Hafenbecken wurde bereits Gelände zur Ansiedlung neuer Unternehmen gewonnen. Eine beständige Modernisierung der Infra- und Suprastruktur des Hafengeländes geht einher mit der Optimierung von Logistik und Kommunikation.


    21. Jh.: "Duisport"
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Containerterminal
 
Mit dem Ankauf eines rund 265 ha großen Areal der ehemaligen Krupp-Hütte in Rheinhausen in 1998 hat der Hafen die besten Möglichkeiten, ein international bedeutendes Logistikzentrum zu werden. Als größter Binnenhafen Europas, westlichster Seehafen Deutschlands und erster Freihafen im Binnenland nimmt die Duisburger Hafen AG inzwischen unter der Dachmarke "Duisport" firmierend, aus einer erstrangigen Position die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an. Eine inzwischen 284-jährige Geschichte ist ihr dabei Verpflichtung und Ansporn zugleich.

 

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