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Duisport

    1716: Ratsbeschluß zum Hafenbau am 16. September
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Ruhrort 1587
 

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren die großen Ströme Rhein und Ruhr noch durch die Unwägbarkeiten der natürlichen Verhältnisse bestimmt. Unruhiges Wasser und winterlicher Eisgang machten den hiesigen Schiffern schwer zu schaffen, so daß ihre Klagen über unzureichenden Schutz ihrer wertvollen Schiffe und Waren beständig zunahmen. Der Bau eines Hafens würde diese Umstände verbessern und auch wesentlich zu einer Belebung des Handels beitragen. Folgerichtig beschloß der Ruhrorter Magistrat bereits am 13. August 1715 die Errichtung eines befestigten Ankerplatzes. Schlechte Witterungsverhältnisse verzögerten jedoch den Fortgang der Arbeiten, die erst im nächsten Jahr nach erneuter Beschlußfassung der Stadtverordneten wiederaufgenommen wurden - diesesmal allerdings mit der nötigen Eile und bei günstigeren Wetterbedingungen. Der 16. September 1716 gilt somit als Geburtsstunde des Duisburger Hafens, bezeugt durch das Protokoll des Magistratsbeschlusses.


    Das 19. Jh.: Wirtschaftlicher Aufschwung und Ausbau der Hafenanlagen
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Ruhrort 1826
 
Bereits im 18. Jahrhundert nahmen Handel und Schifffahrt auf den rheinischen Flüssen eine beständige Aufwärtsentwicklung, die für Ruhrort unter anderem auf die Zunahme des Schiffbaus und den Beginn des Kohlehandels zurückzuführen war. Holzlagerplätze, Kohlemagazine und die ersten Packhäuser wurden errichtet. Die Schiffbarmachung der Ruhr bis Herdecke ließ den Kohleverkehr sprunghaft ansteigen und eine fortlaufende
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Schleusenhafen
 
Anpassung der Hafenanlagen an die sich verändernden Wirtschaftsbedingungen erschien ausgangs des 18. Jahrhunderts immer wichtiger. In mehreren Phasen vollzog man den Hafenausbau: 1825 wurde der "Inselhafen", später "Alter Hafen" genannt, fertiggestellt. Die Errichtung des 1000 Meter langen Schleusenhafens datiert aus den Jahren 1837 bis 1842 und vergrößerte die Hafenfläche auf insgesamt 11,7 Hektar.

1873: Erste Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Duisburg zwischen Hochfeld und Rheinhausen

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Der Kaiserhafen
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Der Kaiserhafen

Mit der einsetzenden Industrialisierung des Ruhrgebietes und dem Übergang zur Dampfschleppschifffahrt erfuhr der Ruhrorter Hafen entscheidende Impulse, die durch den Mitte des 19. Jahrhunderts aufkommenden Eisenbahnverkehr noch verstärkt wurden. Nachdem im Dezember 1873 die Hochfeld-Rheinhausener Eisenbahnbrücke in Dienst gestellt worden war, gehörte der umständliche Trajektverkehr über den Strom der Vergangenheit an.

Zu dieser Zeit legte die Rheinische Bahngesellschaft im Bereich Hochfeld zunächst den "Nordhafen", danach den "Kultushafen" und schließlich den "Südhafen" an. Mit der Planung und Realisation des Großprojektes "Kaiserhafen" sollte den rapide steigenden Umschlagszahlen der Ruhrorter Häfen Rechnung getragen werden. Diese umfassende Erweiterung der Hafenanlagen dauerte von 1872 bis 1890 und ermöglichte eine unmittelbare Rheinanbindung.


    1895: Die Schifferbörse
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Plan von 1891
 

Die Jahrhundertwende war gekennzeichnet durch expandierende Weltmärkte und die Ausweitung internationaler Handelsbeziehungen. Auf dem "Damm", wie die Dammstraße genannt wurde, trafen sich die Schiffer vom Ober-, Mittel- und Niederrhein, aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich, um hier Ladungen zu suchen und ihre Frachten zu verhandeln. Je mehr der Ruhrort zum internationalen Umschlagplatz von Massengütern und damit zu einem Zentrum der Binnenschifffahrt wurde, desto nötiger erschien eine geregelte Ordnung im Schiffsfracht- und Schleppgeschäft. Um Unregelmäßigkeiten und Durcheinander beim unter freiem Himmel getätigten Verhandeln der Frachtverträge zu verhindern, beantragte die Ruhrorter Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1895 den Bau einer Schifferbörse. Auf dem Denkmalplatz entstand ein prunkvoller Fachwerkbau im skandinavischen Stil, versehen mit reichem Schnitzwerk und einer astronomischen Uhr, die Tageszeit, Kalendertage, Mondphasen, Luftdruck und den Wasserstand im Hafen anzeigte. Durch die amtliche Notierung der Frachten und Schlepplöhne wurde die Preisgestaltung übersichtlich und die jeweiligen Markttendenzen nachvollziehbar.


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