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Kurze Chronik der Stadt Dortmund

880 -
1632 -
1899 -

1899 feierliche Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II.; 142.000 Einwohner
1900 -
1910
Wirtschaftswachstum und steigender Wohlstand prägen die Stadt; neue städtebauliche Akzente setzen u.a. die Synagoge, das Stadttheater und ein neuer Bahnhof
1909 Gründung des Ballspielvereins Borussia 09 Dortmund
1914 -
1918
Erster Weltkrieg; Dortmund hat 8.090 Gefallene zu beklagen, ein Fliegerangriff (1917) erreicht die Stadt
Synagoge
Die Synagoge im Stadtbild; koloriertes Panoramabild
1918 -
1920
Kriegsende und Revolution bringen auch für Dortmund Unruhen und Unsicherheiten; es kommt zum Generalstreik (1919) und zum "Kampf um Dortmund" im Rahmen des Kapp-Putsches (1920); die Wahlen zur Nationalversammlung 1919 machen die SPD zur stärksten Partei der Stadt (46,5 %)
1923 -
1924
Besetzung Dortmunds durch die Franzosen; passiver Widerstand der Bevölkerung; Inflation und wirtschaftlicher Zerfall lassen etwa 30.000 Dortmunder arbeitslos werden; die Folgejahre sind gekennzeichnet durch Konzentrationsbestrebungen im Bergbau und in der Hüttenindustrie
1925 Eröffnung des Flughafens Dortmund-Brackel und der Westfalenhalle
1928 -
1929
Stadt und Landkreis Hörde sowie der Landkreis Dortmund werden in die Stadt Dortmund eingemeindet; Dortmund umfaßt damit 27.134 Hektar Gesamtfläche und hat ca. 540.000 Einwohner
1929 -
1932
Die Weltwirtschaftskrise und Inflation verschonen Dortmund nicht. Es kommt zu Zechenschließungen und Massenarbeitslosigkeit.
1933 -
1939

Die nationalsozialistische Machtergreifung zeigt auch in Dortmund Auswirkungen. Jedoch erreicht die NSDAP selbst bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 nur 27,6% der Stimmen gegenüber dem Reichsdurch-
schnitt von 43%. Das Gestapo-Gefängnis "Steinwache" wird in dieser Zeit zu einer der berüchtigsten Haftstätten des Deutschen Reiches.


nationalsozialistische Flaggenhissung
am Dortmunder Rathaus, März 1933

1938 Reichspogromnacht (9./10. November): Juden werden mißhandelt, ihre Wohnungen und Geschäfte zerstört. Die Synagogen in Hörde und Dorstfeld werden demoliert und in Brand gesteckt, während die Abbrucharbeiten an der Dortmunder Synagoge in der Innenstadt bereits im Oktober begonnen wurden.
1939 -
1945
Zweiter Weltkrieg; Dortmund wird Ziel von zahllosen Bombardierungen, darunter acht Großangriffen, die 95 % des alten Stadtkerns und 59 % des Wohnraums zerstören. Von 1942 bis 1945 werden über 4.000 Juden aus Dortmund und Umgebung in die Konzentrationslager deportiert. Am 13. April 1945 besetzen die Amerikaner eine zerstörte Stadt.
1945 -
1960
Wiederaufbau der Stadt, Neubildung der heutigen Parteien und Wiederinbetriebnahme der Zechen, der Stahlerzeugung und der Bierproduktion; Die Bevölkerung wächst von 500.000 (1950) auf 658.000 (1965).
1952 Eröffnung der neuen Westfalenhalle
1957 Die historischen Kirchen der Stadt (Reinoldi-, Marien- und Propsteikirche) sind wiederhergestellt.
1959 Ausrichtung der Bundesgartenschau und Bau des Fernsehturms "Florian"
1960 -
1980
Die Strukturkrise bei Kohle und Stahl bewirkt Stillegung von Schachtanlagen und Entlassungen, Konzentrationsprozesse in Stahlkonzernen und auch in der Bierindustrie.
1968 Eröffnung der Universität, Neubau der Pädagogischen Hochschule
1970 -
heute
Der begonnene Strukturwandel zieht Dienstleistungsunternehmen und das Banken- und Versicherungswesen in die Stadt. Durch Einführung und Förderung neuer Industrien und Technologien werden weitere zukunftsträchtige Arbeitsplätze in Dortmund geschafften. Eröffnung eines Technologiezentrums an der Universität Dortmund mit dem Ziel des Wissenschaftstransfers zwischen Universität und Industrie (1985); der Trend zu Hochtechnologien, zu Informations- und Kommunikationstechnologien setzt sich fort. Der Ausbau des Dortmunder Flughafens und des Hafens, der Bau der Spielbank Hohensyburg, des Rathauses, der neuen Bibliothek, die Modernisierung des Westfalenstadions und andere Projekte unterstreichen diesen Wandel zur modernen, zukunftsorientierten Großstadt.
     
     
© Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V.
     
[Impressum]
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