| 1899 |
feierliche Eröffnung
des Dortmund-Ems-Kanals in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II.;
142.000 Einwohner |
1900 -
1910 |
Wirtschaftswachstum
und steigender Wohlstand prägen die Stadt; neue städtebauliche
Akzente setzen u.a. die Synagoge, das Stadttheater und ein neuer
Bahnhof |
| 1909 |
Gründung des Ballspielvereins
Borussia 09 Dortmund |
1914 -
1918 |
Erster Weltkrieg;
Dortmund hat 8.090 Gefallene zu beklagen, ein Fliegerangriff
(1917) erreicht die Stadt |
Die Synagoge im Stadtbild; koloriertes
Panoramabild
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1918 -
1920 |
Kriegsende und Revolution
bringen auch für Dortmund Unruhen und Unsicherheiten; es kommt
zum Generalstreik (1919) und zum "Kampf um Dortmund" im Rahmen
des Kapp-Putsches (1920); die Wahlen zur Nationalversammlung
1919 machen die SPD zur stärksten Partei der Stadt (46,5 %) |
1923 -
1924 |
Besetzung Dortmunds
durch die Franzosen; passiver Widerstand der Bevölkerung; Inflation
und wirtschaftlicher Zerfall lassen etwa 30.000 Dortmunder arbeitslos
werden; die Folgejahre sind gekennzeichnet durch Konzentrationsbestrebungen
im Bergbau und in der Hüttenindustrie |
| 1925 |
Eröffnung des Flughafens
Dortmund-Brackel und der Westfalenhalle |
1928 -
1929 |
Stadt und Landkreis
Hörde sowie der Landkreis Dortmund werden in die Stadt Dortmund
eingemeindet; Dortmund umfaßt damit 27.134 Hektar Gesamtfläche
und hat ca. 540.000 Einwohner |
1929 -
1932 |
Die Weltwirtschaftskrise
und Inflation verschonen Dortmund nicht. Es kommt zu Zechenschließungen
und Massenarbeitslosigkeit. |
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1933 -
1939
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Die nationalsozialistische Machtergreifung
zeigt auch in Dortmund Auswirkungen. Jedoch erreicht die NSDAP
selbst bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 nur 27,6% der
Stimmen gegenüber dem Reichsdurch-
schnitt von 43%. Das Gestapo-Gefängnis "Steinwache" wird in
dieser Zeit zu einer der berüchtigsten Haftstätten des Deutschen
Reiches. |

nationalsozialistische Flaggenhissung
am Dortmunder Rathaus, März 1933
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| 1938 |
Reichspogromnacht
(9./10. November): Juden werden mißhandelt, ihre Wohnungen und
Geschäfte zerstört. Die Synagogen in Hörde und Dorstfeld werden
demoliert und in Brand gesteckt, während die Abbrucharbeiten
an der Dortmunder Synagoge in der Innenstadt bereits im Oktober
begonnen wurden. |
1939 -
1945 |
Zweiter Weltkrieg;
Dortmund wird Ziel von zahllosen Bombardierungen, darunter acht
Großangriffen, die 95 % des alten Stadtkerns und 59 % des Wohnraums
zerstören. Von 1942 bis 1945 werden über 4.000 Juden aus Dortmund
und Umgebung in die Konzentrationslager deportiert. Am 13. April
1945 besetzen die Amerikaner eine zerstörte Stadt. |
1945 -
1960 |
Wiederaufbau der
Stadt, Neubildung der heutigen Parteien und Wiederinbetriebnahme
der Zechen, der Stahlerzeugung und der Bierproduktion; Die Bevölkerung
wächst von 500.000 (1950) auf 658.000 (1965). |
| 1952 |
Eröffnung der neuen
Westfalenhalle |
| 1957 |
Die historischen
Kirchen der Stadt (Reinoldi-, Marien- und Propsteikirche) sind
wiederhergestellt. |
| 1959 |
Ausrichtung der
Bundesgartenschau und Bau des Fernsehturms "Florian" |
1960 -
1980 |
Die Strukturkrise
bei Kohle und Stahl bewirkt Stillegung von Schachtanlagen und
Entlassungen, Konzentrationsprozesse in Stahlkonzernen und auch
in der Bierindustrie. |
| 1968 |
Eröffnung der Universität,
Neubau der Pädagogischen Hochschule |
1970 -
heute |
Der begonnene Strukturwandel
zieht Dienstleistungsunternehmen und das Banken- und Versicherungswesen
in die Stadt. Durch Einführung und Förderung neuer Industrien
und Technologien werden weitere zukunftsträchtige Arbeitsplätze
in Dortmund geschafften. Eröffnung eines Technologiezentrums
an der Universität Dortmund mit dem Ziel des Wissenschaftstransfers
zwischen Universität und Industrie (1985); der Trend zu Hochtechnologien,
zu Informations- und Kommunikationstechnologien setzt sich fort.
Der Ausbau des Dortmunder Flughafens und des Hafens, der Bau
der Spielbank Hohensyburg, des Rathauses, der neuen Bibliothek,
die Modernisierung des Westfalenstadions und andere Projekte
unterstreichen diesen Wandel zur modernen, zukunftsorientierten
Großstadt. |
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© Historischer Verein für Dortmund
und die Grafschaft Mark e.V.
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