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18. Februar 1943
Der Name Joseph Goebbels ist untrennbar mit der nationalsozialistischen Propaganda verbunden. Der 1897 in Rheydt geborene Goebbels trat bereits 1924 in die NSDAP ein und leitete während der gesamten NS-Diktatur das "Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda". Er war damit einer der einflussreichsten Männer neben Hitler. Goebbels hatte die Aufgabe, die Deutschen im Sinne des Nationalsozialismus zu beeinflussen. Goebbels bemühte sich, den Führer-Mythos mit der Verherrlichung Hitlers als ersten Mann im Staat aufzubauen und das Volk so zu beeinflussen, dass es jedem Befehl Hitlers gehorchte. Die Deutschen sollten propagandistisch eingestimmt werden auf die geplante Eroberungspolitik. Im Krieg schließlich hieß es für Goebbels, Durchhalteparolen durchzugeben, um die Volksreserven zu mobilisieren für den immer wieder versprochenen "Endsieg". Berühmt wurde seine Rede im Berliner Sportpalast 1943, bei der er zum "totalen Krieg" aufrief. Der frenetische Beifall auf diese Rede war zwar insofern fingiert, als dass sie vor ausgesuchten Parteimitgliedern gehalten wurde, kann aber dennoch als Beispiel dienen für das verhängnisvolle Talent des ebenso wortgewandten wie skrupellosen Redners Joseph Goebbels. Die Goebbelssche Propaganda bestand freilich nicht nur
aus seinen Reden, sie drang in nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens
ein. Das Propagandaministerium, wie es auch kurz genannt wurde, hatte
Einfluss auf Film, Rundfunk
und Printmedien. Zu Beginn der NS-Zeit wurden alle leitenden Positionen
in diesen Bereichen mit Nazi-Parteimitgliedern besetzt. Mitarbeiter, die
nicht systemkonform waren, wurden entlassen, die Rundfunkunternehmen gleichgeschaltet,
Rundfunksendungen und Zeitungen überwacht und Filme zensiert. Zum Einflußbereich
des Propagandaministeriums gehörte aber auch Theater, Literatur, Erziehung,
Festinszenierungen und öffentliche Großereignisse.
Ein berühmtes Beispiel für publikumswirksame NS-Propaganda ist der Film "Triumph des Willens" von Leni Riefenstahl, die mit für damalige Zeit erstaunlicher Technik und ungewöhnlicher Bildästhetik einen Film über den Reichsparteitag 1934 schuf, der zur Popularität des Regimes beitrug. Bestimmend im Alltag waren jedoch nicht solche offensichtlich propagandistischen Filme, sondern vielmehr Unterhaltungsfilme, die einen unauffälligen propagandistisch-erzieherischen Unterton hatten, wie zum Beispiel "Die große Liebe" mit Zarah Leander. Die Propaganda-Maschinerie lief während der gesamten NS-Diktatur bis zum Zusammenbruch des Dritten Reichs. Am 01. Mai 1945 beging der Propagandaminister Joseph Goebbels mit Frau und Kindern zusammen Selbstmord. Karen Bayer Literatur: |
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