Die
Ausstellung
 
Home
Führung
Chronik
Konzept
Köpfe
Regionen
Suchen
Feedback
E-Vote
Umfrage

  Epochen
der Zeitreise
  Gesamtindex
  NRW
  Nationalsozialismus
  Weimar
  Wilhelminische Zeit
  Gründerjahre
  Industrialisierung
  Preußenzeit
  Franzosenzeit
  Absolutismus
  Reformation
  Mittelalter
  Vorzeit
  Hilfe
 
Alle Artikel dieser Epoche

08. Mai 1945
Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht
Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa

 
Alliierte Truppen überqueren den Rhein bei Wesel.

Als die Rote Armee schon im Berliner Stadtzentrum stand, beging Adolf Hitler am Nachmittag des 30. April 1945 Selbstmord und entzog sich so der Verantwortung. Zu seinem Nachfolger hatte er in seinem politischen Testament Großadmiral Karl Dönitz bestimmt, der nach dem Tod seines "Führers" noch dessen Heldentod verkündete. Von Flensburg aus versuchte er die Regierungsgeschäfte weiterzuführen. Dönitz beabsichtigte eine Teilkapitulation gegenüber den Westmächten und wollte den Kampf gegen die Rote Armee noch fortsetzen, um möglichst viele "deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den vordringenden bolschewistischen Feind zu retten". Tatsächlich gelang es etwa 2-3 Millionen Menschen in den Bereich der Westalliierten zu überführen. Auch hoffte er, die Westmächte würden sich mit Deutschland gegen die Sowjetunion verbünden.

Am 02. Mai kapitulierte Berlin, am selben Tag trat die schon am 29. April vereinbarte Teilkapitulation in Italien in Kraft. Weitere Teilkapitulationen folgten am 04. Mai in Süd- und Nordwestdeutschland.

Dönitz beauftragte Generaloberst Alfred Jodl, bei den Kapitulationsverhandlungen im amerikanischen Hauptquartier entweder eine Teilkapitulation zu vereinbaren oder aber eine viertägige Frist zwischen der Unterzeichnung einer Gesamtkapitulation und der Einstellung aller Gruppenbewegungen zu erhalten. General Dwight D. Eisenhower sah hierin den Versuch, das Bündnis der Alliierten zu sprengen, und bestand auf einer sofortigen Gesamtkapitulation, billigte jedoch eine Frist von 48 Stunden für die Übermittlung der Kapitulation an alle Truppenteile zu.

Am frühen Morgen des 07. Mai 1945 unterzeichnete Jodl im Namen des deutschen Oberkommandos die Gesamtkapitulation aller Streitkräfte im Alliierten Hauptquartier in Reims. Um den Beitrag der Roten Armee an der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus zu würdigen, wurde die Kapitulation nochmals im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst unterzeichnet. Hier ratifizierten, wie von Stalin gefordert und in Reims festgelegt, hochrangige deutschen Militärs in Anwesenheit von Marschall Schukow die Kapitulationsurkunde für alle Wehrmachtsteile kurz nach null Uhr in der Nacht zum 09. Mai. Damit war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.

Literatur:
Tony LeTissier: Der Kampf um Berlin 1945: von den Seelower Höhen zur Reichskanzlei. Ullstein, Frankfurt 1992.
Lothar Gruchmann: Totaler Krieg. vom Blitzkrieg zur bedingungslosen Kapitulation. Dt. Taschenbuch-Verlag, München 1991.
Norbert Frei (Hg.): Der nationalsozialistische Krieg. Campus, Frankfurt 1990.

     
[Impressum]
  Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 12.08.2002