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1950 Das "Wirtschaftswunder" in NRW
Zunächst rangierte NRW noch an der Spitze der bundesweiten
ökonomischen Leistungsfähigkeit und Produktion. Auch die Löhne
lagen an Rhein und Ruhr bis zu zehn Prozent höher als der Bundesdurchschnitt.
Der Schwerpunkt lag in NRW eindeutig in der Wiederherstellung der alten
Produktionsgüterindustrie. Diese Industrien bedeuteten in der direkten
Nachkriegszeit bis etwa Anfang und Mitte der 50er Jahre der Motor der
gesamtdeutschen Industrie. 1945 war in der "Ruhr-Zeitung" als
Überschrift "Kohle tut not" zu lesen:
Mit der zunehmenden Konsumorientierung bedeutete dieser Sektor jedoch eine Hemmung in der Zukunfts- und Konkurrenzfähigkeit des Standortfaktors NRW. Mehr und mehr trat NRW in den Hintergrund der deutschen Wirtschaftsbedeutung und die Schwerindustrie wurde unattraktiv für Investitionen. Andere Produktionszweige, die nach 1945 einen Boom erlebten, wie z.B. Elektrotechnik und Maschinen- und Fahrzeugbau, waren in NRW unterrepräsentiert. Die erste Kohlekrise
begann bereits 1958 mit einer rückläufigen Produktion und Belegschaft.
Das Sterben des Reviers begann. 1957 waren noch 600.000 Bergarbeiter beschäftigt,
1969 nur noch 257.000. Konrad
Adenauer erklärte 1959 die Ruhrkrise zum innenpolitischen Hauptproblem.
Das ab diesem Zeitpunkt einsetzende Zechensterben setzt sich bis heute
fort. In vielen Ruhrgebietstädten wurden mit einem Strukturwandel
neue wirtschaftliche Impulse gesetzt und mit einer breit gefächerten
Hochschullandschaft und der Ansiedlung von neuen Technologien Anreize
geschaffen.
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