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Die
Ausstellung |
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1947
Schwarzmarkt & Schmuggel
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Ein "Schwarzmarkt"
1947.
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Im Nachkriegsdeutschland blühte der Schwarzmarkt und
wer es sich leisten konnte, stockte dort seine Ration auf. Doch für die
meisten waren die Preise dort unerschwinglich. Eine andere Möglichkeit
war der Tauschhandel. Wer noch Dinge von Wert besaß, tauschte diese gegen
Lebensmittel ein. Nicht selten wechselten die letzten Familienerbstücke
für ein wenig Butter den Besitzer. Die Städter begaben sich zu "Hamsterfahrten"
aufs Land, wo sie von den Bauern Nahrungsmittel zu erhalten hofften. Doch
auch hierbei durfte man sich nicht erwischen lassen, denn dann beschlagnahmte
die Polizei das mühsam ergatterte Gut. Als Maßnahme der Selbsthilfe wurden
Städter auch selbst zu Bauern: die Behörden stellten Grünanlagen und ehemalige
Militärgelände als Kleingartenanlage zur Verfügung. Auf Balkonen wurde
Tabak angepflanzt und auch die Schwarzbrennerei war lukrativ.
In den Grenzgebieten zu Holland und Belgien reizte der
Schmuggel. Die Bevölkerung schloss sich zum Schmuggel von Kaffe, Kakao,
Zigaretten und Lebensmitteln zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen,
die oft von der Kirche gedeckt wurde. Zum Dank wurden Schmugglergewinne
zum Wiederaufbau der heimischen Kirche verwendet, die dann schon mal den
Spitznamen St. Mokka erhielt. Vor allem Kinder wurden gerne über die Grenze
geschickt, weil sie im Fall, das sie von dem Zöllner aufgegriffen wurden,
nicht bestraft werden konnten.
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