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Proteste gegen Windräder

 

Mit wachsender Ablehnung sehen die Menschen im Rheinland den Bau von Windrädern bzw. sogenannten Bürgerwindparks entgegen. Im Jahr 2000 wurden erstmals mehr Windräder in NRW in Betrieb genommen als in dem dafür typischen Bundesland Schleswig-Holstein, dass mit seiner Küstenlage für Windkraft einen idealen Standort hat. Von den 8770 Windrädern in Deutschland standen 1100 in Nordrhein-Westfalen.

Der Bau dieser Ökokraftwerke steigt beachtlich, besonders auch in den Regionen des Erftkreises, des Münsterlandes und in Ostwestfalen. Oft erreichen die Räder Größen von bis zu 130m. Die anliegenden Bewohner sehen darin eine Verschandelung des Dorf- und Landschaftsbildes. Kontroverse und Proteste sind vorprogrammiert, vor allem da, wo die Bevölkerung in die Planung solcher Großprojekte nicht mit einbezogen wird. In Ratingen erreichten die Bürger nach heftigen Protesten z.B., dass ein geplanter Windpark nicht gebaut wurde.

Positiv wird dagegen der Bau solcher alternativer Energieparks von der Wirtschaft beurteilt, die von der Entstehung dieser Parks profitiert. Der Gewinn der Zulieferbetriebe aus NRW steigt durch den Verkauf von u.a. Getrieben, Generatoren und Schrauben. Landwirte erhoffen sich durch die Verpachtung neue Einnahmequellen.

Der größte Windpark entsteht derzeit entlang der Autobahn 44 beim Kreuz Wünnenberg-Haaren. Hier sollen mehr als 100 Megawatt Leistung erzeugt werden. Der Anteil der Windenergie an der Gesamtstromerzeugung beträgt zur Zeit etwa 2,5 % in Deutschland und könnte damit kein einziges Atom- oder Kohlekraftwerk ersetzen.

Ina Schaefer

     
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  Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 07.03.2003