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Wahlwerbung für die Landtagswahlen in NRW

Zwölf Mal wählten die Bürger in Nordrhein-Westfalen seit 1947 den Landtag. Zu jeder dieser Wahlen gehört der Wahlkampf, in dem die Wahlberechtigten informiert und in ihrer Stimmabgabe beeinflußt werden sollen.

Eigentlich wird der Kampf um die Gunst der Wähler kontinuierlich ausgetragen, fängt also sofort nach einer Wahl wieder an. Die "heiße Phase" des konzentrierten Wahlkampfes beginnt jedoch ungefähr ein halbes Jahr vor dem Wahltag durch Parteitage der einzelnen Parteien. Dort wird ein Wahlprogramm verabschiedet, eine Wahlparole propagiert und die Spitzenkandidaten nominiert.

Der Wahlkampf selbst wird von der Parteizentrale organisiert und gelenkt. Mittel des Wahlkampfes sind: Wahlversammlungen, die Verteilung von Flugblättern, Wahlaufrufen und Broschüren, die Werbung auf Plakaten, in Zeitungen und Zeitschriften und schließlich die Werbung in Rundfunk und Fernsehen. Wie sich das Internet als Forum für den Wahlkampf weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Die Inhalte der Wahlwerbung hängen davon ab, ob es sich bei der jeweiligen Partei um die bisherige Regierungspartei oder aber die Opposition handelt. Die Regierungspartei wird immer daran interessiert sein, die bisherigen Leistungen der Partei hervorzuheben, während die Opposition Kritik an der Regierung übt, auf deren Unterlassungen hinweist und ihre eigenen Pläne für die Zukunft entwirft.

Mit den Wahlslogans werden politisch aktuelle Themen stark vereinfacht und verallgemeinert. Gewöhnlich kommt es zu keiner sachlichen Diskussion, vielmehr wird um Sympathie für die Partei und ihre Kandidaten geworben. Ein gutes Beispiel ist die Sympathiewerbung der SPD für Johannes Rau im Wahlkampf 1985. Für die Konzeption dieser Wahlwerbung nehmen die Parteien immer häufiger die Demoskopie in Anspruch, um so die negativen und positiven Gefühlsbindungen der Wähler zu erforschen und sich nutzbar zu machen.

Karen Bayer


Wahlen seit 1947

Wahlwerbespot der SPD

     
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