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Klein-Nippon in Düsseldorf
Nach London und Paris befindet sich in der Region Düsseldorf die größte japanische Stadt in Europa. Von 28.100 Japanern in Deutschland befanden sich im September 1999 7.200 (22 %) in Nordrhein-Westfalen. Im Dezember 2000 lebten nach Analysen des Bundesverwaltungsamt in Köln 6.253 Japaner im Stadtgebiet Düsseldorf, 8.623 im Großraum und 10.737 in Gesamt-NRW. Der erste Japaner in Düsseldorf wurde 1905 erfasst. In den 1920er Jahren galten eher Hamburg und Berlin als die wichtigsten Anlaufstellen für Japaner. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich der Schwerpunkt an den Rhein. Die Nachfrage Japans nach deutschen Maschinen und Produkten der Schwerindustrie erhöhte sich und mit der zunehmenden Bedeutung Düsseldorfs als "Schreibtisch des Ruhrgebiets" entwickelte sich die Stadt als idealer Standort für japanische Unternehmer. Das erste große Unternehmen war Mitsubishi, dass sich 1955 in der Rheinmetropole niederließ. Viele weitere Firmen und Geschäfte des Einzelhandels folgten. Heute gibt es um die 450 japanische Firmen der verschiedensten Branchen. Für die Wirtschaft in Düsseldorf haben sie eine hohe Bedeutung, sie stellen für etwa 30.000 Menschen einen Arbeitsplatz und der Jahresumsatz wird auf ca. 20 Mrd. Mark geschätzt. Im Unterschiede zu den "traditionellen Gastarbeitern" aus Europa haben die japanischen Migranten überwiegend einen hohen sozialen Status und leitende Positionen. Oft werden sie sogar als "Edelmigranten" bezeichnet. Deutliche Differenzen zeigen sich auch im Aufenthalt. Für die meisten Japaner begrenzt sich der Deutschlandaufenthalt auf etwa fünf Jahre. Einen festen Wohnsitz hat nur jeder sechste. In den meisten Fällen werden Mitarbeiter von Unternehmen in die deutschen Zweigstellen auf begrenzte Zeit entsandt. Seit den 50er Jahren hat sich die japanische Gemeinde
und die kulturellen Möglichkeiten erstaunlich entwickelt. 1964 wurde
der "Japanische Club" gegründet, der heute etwa 5.680 Mit-glieder
hat und dem 360 Firmen angehören. 1971 wurde die "Japanische
Internationale Schule" eröffnet, wo über 700 japanische
Kinder unterrichtet werden. Interkulturelle Begegnung findet u.a. im EKO-Haus
in Oberkassel, in der japanischen Gartenanlage im Nordpark, in den 18
japanischen Spezialitäten-Restaurants oder in den zahlreichen "Begegnungsveranstaltungen",
wie z.B. dem Japan-Tag, statt. Leider sind die Sprachbarrieren noch sehr
groß und die Kontakte zu Deutschen sind relativ gering. Ina Schaefer |
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Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 17.03.2003 |
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