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31. Dezember 1946
Für den Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft wurde vor allem Energie benötigt - deshalb waren die Alliierten sehr daran interessiert, dass die Zechen im Ruhrgebiet schnell wieder Kohle förderten. Schon 1945 kam die Kohleförderung wieder in Schwung. Mit Ausnahme der Bergleute, die eine gewisse Kohlemenge zum privaten Verbrauch erhielten, war es der Bevölkerung aber nicht möglich, an das "schwarze Gold" heranzukommen, es sei denn man "organisierte" es sich. Nachdem der Kölner Erzbischof Josef Frings in seiner Sylvesterpredigt am 31.12.1946 den Diebstahl von zum Überleben notwendigen Gütern in einer existenziellen Notlage rechtfertigte, wurde das "Fringsen" geboren. Wo immer ein mit Kohlen beladener Güterzug oder LKW zum Stehen kam, fanden sich Leute mit Säcken und Handkarren, um sich einen Teil abzuzweigen. Im Winter 1946/47 "verschwanden" auf den Kölner Güterbahnhöfen täglich 900 Tonnen Kohle. Rebecca Lammers
Literatur:
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