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Alle Artikel dieser Epoche

3.Mai 1953
"Deutsche Welle" nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet

Im März 1953 verabschiedete die ARD einen Vertrag über die Einrichtung eines gemeinschaftlichen Kurzwellenprogramms. Unter dem Namen "Deutsche Welle" sollte Hörern in außereuropäischen Ländern ein Bild der deutschen Politik, Kultur und Wirtschaft vermittelt werden. Das aus Köln gesendete Programm bestand zunächst nur aus Sendungen in deutscher Sprache. Ab 1954 wurden die ersten fremdsprachige Nachrichten (Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch) gesendet, die in den Folgejahren stark ausgeweitet wurden.

Ein Vorgänger der heutigen "Deutschen Welle" namens "Deutscher Kurzwellensender" existierte schon 1929 in der Weimarer Republik - wenn auch in sehr bescheidenem Rahmen. Während der NS-Zeit schließlich wurde der Sender beträchtlich ausgebaut und für die Propagandazwecke der Nationalsozialisten mißbraucht. Ihm kam die Aufgabe zu, die Deutschen im Ausland ans Reich zu binden und unter den Völkern für das NS-Regime zu werben. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Auslandsrundfunk dazu benutzt, Verbündete zu werben, neutrale Staaten zu besänftigen und die Kampfkraft des Gegners zu unterminieren. Am 23. April 1945 mußte dieser Sender seine Pforten schließen.

Karen Bayer

     
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