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09. Oktober 2002
Clement geht als "Superminister" nach Berlin!

Nach der knappen Bundestagswahl fanden in der Rot-Grünen-Koalition einige Veränderungen statt. Eine der größten Erneuerungen stellte die Zusammenlegung des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums und die neue Personalbesetzung dar. Wolfgang Clement, Ministerpräsident aus NRW wurde von Gerhard Schröder höchst persönlich nach Berlin gebeten. Er wäre der geeignetste Mann und Sozialdemokrat für das neue "Superministerium".

Laut Stern: "Er hat vom Kanzler die Lizenz zum Durchgreifen. Den "Sparminator" (Eichel) hat er schon erledigt. Nun soll Superminister Wolfgang Clement mit Blockierern, Bürokraten und Sozialmafia aufräumen - und für Beschäftigung sorgen.
Mission Jobwunder: Super-Wolfie greift ein."
Zu Clements neuen Schlagwörtern gehören: "Entfesselung der Kräfte", eine "entschlossene Deregulierung" und die Senkung der "Lohnnebenkosten". "Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit darf es keine Tabus geben." Zu den wichtigsten Maßnahmen dieses Ressorts wird die Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission gehören.

Kritische Stimmen kamen postwendend von der Opposition. Die Ernennung Clements bedeutet für sie ein "fatales Signal". Unter Clement wäre NRW zum "Absteigerland" geworden. Die Zusammenlegung beider Ministerien wurde jedoch lobend angemerkt.

Nach dieser sehr raschen und für viele Parteimitglieder überraschende Entscheidung musste die Nachfolge in NRW geregelt werden. Als eigentlicher "Kronprinz" galt der SPD-Landesvorsitzende Harald Schartau, der jedoch aufgrund eines fehlenden Landtagsmandat nicht Ministerpräsident werden konnte. Am 08.10.2002 wurde der Finanzminister Peer Steinbrück von Präsidium und Landesvorstand der nordrhein-westfälischen SPD als Nachfolger von Clement benannt und am 06.11.2002 von 120 der 231 Stimmen gewählt.

 

     
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