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25.Februar 1994
Abzug der Briten aus Mülheim

 
Britische Soldaten im Ruhrgebiet.

Das Ende des Kalten Krieges und die Deutsche Einheit haben die Sicherheitspolitik grundlegend verändert. Bis dahin war die Bundesrepublik Deutschland zwar halbwegs souverän, doch Truppen der ehemaligen Besatzer waren noch immer in Deutschland stationiert, um die Freiheit zu schützen.

Grundlage für die Stationierung westalliierter Truppen in Westdeutschland war der Deutschlandvertrag von 1954. Der sogenannte Zwei-plus-Vier-Vertrag (Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland) schaffte eine Neuregelung zwischen den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges und den beiden deutschen Staaten. Er befristete den Aufenthalt der Sowjetarmee in der ehemaligen DDR bis Ende 1994. Im Rahmen der konventionellen Abrüstung in Europa verringerten die Westalliierten nun ihre Streitkräfte in Deutschland. Zwei Drittel der 400.000 US-Amerikaner, Franzosen, Briten, Kanadier, Belgier und Niederländer in Westdeutschland zogen bis 1995 ab.

Die Folgen dieses Rückzugs waren unterschiedlich: Ballungsräume profitieren von freiwerdenden Wohnungen, Kasernen und Grundstücken. Strukturschwache Regionen hingegen litten unter dem Abbau von Arbeitsplätzen und Kaufkraft. Am 8. September 1994 erfolgte die feierliche Verabschiedung der Westalliierten in Berlin. Gäste waren der französische Staatspräsident François Mitterrand, der britische Premierminister John Major sowie der Außenminister der USA, Warren Christopher.
In Mülheim/Ruhr verließen die dort stationierten Briten schon am 25.2.1994 ihre Kasernen. Aber nicht alle gingen "nach Hause". Nach langen Jahren in Deutschland sahen einige keinen Grund mehr, nach Großbritannien zurückzugehen; sie sind hier heimisch geworden.

Das letzte Air Base der britischen Luftwaffe in Brügge wurde im Juni 2001 mit einer feierlichen Zeremonie verabschiedet. Im Oktober soll der Flugbetrieb eingestellt und das Gelände im März von der 1. britischen Fernmeldebrigade übernommen werden. Damit schließt der letzte Stützpunkt der Royal Air Force auf dem europäischen Festland. In Spitzenzeiten lebten in dieser Region etwa 2500 britische Soldaten und ihre Familien.


     
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