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Alle Artikel dieser Epoche

Universitätsgründungen in Nordrhein-Westfalen


  1945: Studenten helfen bei Räumungsarbeiten in Münster.

Der Grundstein der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster wurde im Jahr 1780 auf Initiative von Franz Wilhelm Freiherr von Fürstenberg gelegt. Nur 38 Jahre nach der Gründung, nachdem Anschluss von Westfalen an Preußen, verlor die Universität ihren Hochschulstatus und wurde zur philosophisch-theologischen Akademie umbenannt. Während in Deutschland die Hochschullandschaft stetig wuchs, geriet die Akademie zunehmend ins Abseits.


 
20. Juni 1930: 150-Jahrfeier der Universität Münster.  

Erst 1902 verlieh Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) Münster wieder das Privileg einer Universitätsstadt und dient bis heute als Namenspatron. Nach und nach kamen zu den traditionellen Fakultäten Theologie, Philosophie, Jura und Medizin auch Sprachen, Natur- und Staatswissenschaften im Angebot hinzu.

 

 


 

 
Universitätshauptgebäude in Bonn.
 
 
 
Universitätsgebäude der naturwissenschaftlichen Fakultät in Bonn.

In Bonn wurde die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität am 18. Oktober 1818 von König Friedrich Wilhelm III. als Nachfolger der Duisburger Universität gegründet.

Der Vorläufer der Universität war die 1777 von den letzten in Bonn regierenden Kölner Kurfürsten errichtete Akademie, die 1786 von Kaiser Joseph II. den Rang einer Universität verliehen bekam. Als die Franzosen 1794 ins Rheinland einzogen wurde die Univeristät geschlossen und erst 24 Jahre später als "Almer Mater Bonnensis" wieder eröffnet. Im selben Jahr wurde auch die Duisburger Universitätsbibliothek nach Bonn verlagert.
Zu den berühmtesten Schüler der damaligen Zeit gehörte Ludwig van Beethoven (1770-1827).


Im Ruhrgebiet begannen die Universitätsgründungen erst Anfang der 60er Jahre. Die Ruhruniversität Bochum wurde 1962 gegründet und drei Jahre später in Betrieb genommen. Sie gehörte mit zu einem wichtigen Aspekt des Strukturwandels in dieser Region.
Weitere Gründungen folgten: In Dortmund legte Ministerpräsident Meyers am 26. Mai 1966 den Grundstein und in Duisburg wurde die Universität am 01. August 1972 wiedereröffnet. Von 1655 bis 1818 war Duisburg bereits Universitätsstadt gewesen. Der berühmte Kartograph Gerhard-Mercator, der im 16. Jahrhundert in Duisburg wirkte, hatte die heimische Lateinschule in ein akademisches Gymnasium umfunktioniert. 1994 wurde die Hochschule nach ihm benannt. Auch in Dortmund wurde 1900 die Gründung einer technischen Hochschule angeregt. Heute zählt das Ruhrgebiet nicht nur zur größten Wirtschaftsregion Europas, sondern weist auch die dichteste Hochschullandschaft auf.

1806 setzte sich Joachim Murat, Schwager von Napoleon und Großherzog von Berg für die Gründung einer Universität in Düsseldorf ein. 1811 wurde die Errichtung von fünf Fakultäten durch den Rußlandfeldzug Napoleons verhindert. 1907 wurde die "Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin" eingerichtet. Im Zuge der allgemeinen Hochschulgründungen in Nordrhein-Westfalen wurde am 16. November 1965 auch in Düsseldorf die Medizinische Akademie in "Universität Düsseldorf" verwandelt. Im Jahr 1988 wurde die Hochschule nach dem Dichter Heinrich Heine benannt. Bereits zur Gründung wurde von dem damaligen Stadtdirektor Gibert Just angeregt, die Düsseldorfer Universität nach dem großen Dichter Heinrich-Heine zu benennen. Trotz vieler Proteste wurde dieser Vorschlag vom Hochschulkonvent abgelehnt.

Seit Ende 2000 wird eine Hochschulreform für die 15 staatlichen Universitäten und 12 Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen diskutiert. Die Hochschulen sollen sich an den Forschungs- und Bildungsbedarf der Gesellschaft anpassen. Kooperation und Effizienzgewinn sind die Schlagwörter der Reform.


Bildung im Vergleich





     
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