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Universitätsgründungen in Nordrhein-Westfalen
Der Grundstein der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster wurde im Jahr 1780 auf Initiative von Franz Wilhelm Freiherr von Fürstenberg gelegt. Nur 38 Jahre nach der Gründung, nachdem Anschluss von Westfalen an Preußen, verlor die Universität ihren Hochschulstatus und wurde zur philosophisch-theologischen Akademie umbenannt. Während in Deutschland die Hochschullandschaft stetig wuchs, geriet die Akademie zunehmend ins Abseits.
Erst 1902 verlieh Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) Münster wieder das Privileg einer Universitätsstadt und dient bis heute als Namenspatron. Nach und nach kamen zu den traditionellen Fakultäten Theologie, Philosophie, Jura und Medizin auch Sprachen, Natur- und Staatswissenschaften im Angebot hinzu.
In Bonn wurde die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität am
18. Oktober 1818 von König Friedrich Wilhelm III. als Nachfolger der Duisburger
Universität gegründet. Der Vorläufer der Universität war die 1777 von den letzten in Bonn
regierenden Kölner Kurfürsten errichtete Akademie, die 1786 von Kaiser
Joseph II. den Rang einer Universität verliehen bekam. Als die Franzosen
1794 ins Rheinland einzogen wurde die Univeristät geschlossen und
erst 24 Jahre später als "Almer Mater Bonnensis" wieder
eröffnet. Im selben Jahr wurde auch die Duisburger Universitätsbibliothek
nach Bonn verlagert. Im Ruhrgebiet begannen die Universitätsgründungen erst Anfang
der 60er Jahre. Die Ruhruniversität Bochum wurde 1962 gegründet
und drei Jahre später in Betrieb genommen. Sie gehörte mit zu einem
wichtigen Aspekt des Strukturwandels in dieser Region. 1806 setzte sich Joachim
Murat, Schwager von Napoleon
und Großherzog von Berg für die Gründung einer Universität in Düsseldorf
ein. 1811 wurde die Errichtung von fünf Fakultäten durch den Rußlandfeldzug
Napoleons verhindert. 1907 wurde die "Düsseldorfer Akademie für praktische
Medizin" eingerichtet. Im Zuge der allgemeinen Hochschulgründungen in
Nordrhein-Westfalen wurde am 16. November 1965 auch in Düsseldorf die
Medizinische Akademie in "Universität Düsseldorf" verwandelt. Im
Jahr 1988 wurde die Hochschule nach dem Dichter Heinrich
Heine benannt. Bereits zur Gründung wurde von dem damaligen Stadtdirektor
Gibert Just angeregt, die Düsseldorfer Universität nach dem
großen Dichter Heinrich-Heine zu benennen. Trotz vieler Proteste
wurde dieser Vorschlag vom Hochschulkonvent abgelehnt.
Seit Ende 2000 wird eine Hochschulreform für die 15 staatlichen Universitäten und 12 Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen diskutiert. Die Hochschulen sollen sich an den Forschungs- und Bildungsbedarf der Gesellschaft anpassen. Kooperation und Effizienzgewinn sind die Schlagwörter der Reform. |
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Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 12.08.2002 |
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