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21. Mai 1388
Gründung der Köln Universität

In Europa setzen im 12. Jahrhundert die Universitätsgründungen ein. Bologna und Paris zählten zu den ersten Universitätsstädten. Der Wissensdrang der Menschen nahm vehement zu und die Forschung erlebte einen enormen Aufschwung. Im spätmittelalterlichen Deutschen Reich wurde die erste Universität in Prag 1348 gegründet. Es folgten im Jahr 1365 Wien, 1386 Heidelberg und 1388 Köln. Damit ist die Universität zu Köln die zweitälteste Deutschlands und bis heute mit über 63.000 Studenten die größte Hochschule in der Bundesrepublik.

Die wissenschaftliche Lehre hat in Köln eine lange Tradition. Der Dominikaner Albertus Magnus bekam 1242 von seinem Orden den Auftrag in Köln die erste deutsche Ordensuniversität zugründen und legte damit den Grundstein für die weitere Entwicklung. Am 21. Mai 1388 billigte Papst Urban VI. die Gründung eines "Generalstudiums". Nach verschiedenen Unterredungen und Diskussionen der Stadt wurden die ersten Vorlesungen ab den 06. Januar 1389, dem Feiertag der Heiligen Drei Könige, angeboten. Der Eröffnungsgottesdienst fand einen Tag darauf im Kölner Dom statt. Bereits im ersten Jahr konnten mehr als 700 Immatrikulationen verzeichnet werden. Die Gründung der Kölner Universität wurde nicht wie sonst üblich von der geistlichen oder der weltlichen Elite ins Leben gerufen, sondern von Kölner Bürgern. Auch die zentrale Lage mitten in der Stadt zeigt die große Bürgerverbundenheit der Universität.

Zunächst beschränkte sich das Angebot auf die klassischen Fächer: Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin und Philosophie. Von der Stadt wurden anfangs zwölf Professoren "publici et ordinarii" gestellt, davon vier Theologen, drei Kanonisten und Mediziner und zwei Legisten. Allein die Gehälter beliefen sich auf 2 % der städtischen Ausgaben. Im Stadtrat saßen 40% der an der Universität arbeitenden Juristen.

Mit dem Einzug der Franzosen ins Rheinland im Jahr 1789 wurde die Universität in eine Zentralschule umfunktioniert. Erst 1901 konnte in Köln die erste selbständige Handelshochschule Deutschlands den Betrieb wieder aufnehmen und wurde um die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Handelshochschule erweitert. 1919 wurde die Universität von dem damaligen Oberbürgermeisetr Konrad Adenauer wiedergegründet. Mit 1299 Studenten und 91 Professoren und Dozenten war die Kölner nach der Hochschule in Berlin in dieser Zeit die zweitgrößte. Im Laufe der Zeit kamen in Köln acht weitere Hochschulen zur universitären Lehre hinzu, u.a. die Deutsche Sporthochschule, die Staatliche Hochschule für Musik und 1989 wurde das Angebot durch die Kunsthochschule für Medien ergänzt.

Weitere Universitätsstädte

Quelle:
http://www.uni-koeln.de/uni/uni-neu.htm
http://www.uni-koeln.de/uni/kleine-geschichte.html#wirtschaft

     
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