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Peer Steinbrück
Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens.

Geboren am 10.01 1947 in Hamburg.

 
   

Peer Steinbrück gehört zu den Politikern mit einer rasanten Karriere und vielseitigen Tätigkeiten. 1968 legte er sein Abitur ab und leistete zwei Jahre lang den Dienst bei der Bundeswehr. Im Alter von 22 Jahren wurde er Mitglied der SPD. 1970 begann er ein Studium der Volkswirtschaft und der Sozialwissenschaften, dass er vier Jahre später abschloss.

Nach seinem Studium begann für Steinbrück verstärkt die Mitarbeit in der Politik.
Mitte der 70er Jahre kam der Norddeutsche an den Rhein und bekam von 1974-76 einen Werkvertrag beim Bundesbauministerium (Raumordnung und Regionalplanung. Ein Jahr darauf war er bei einer Planungsgruppe des Bundesministeriums für Forschung und Technologie tätig. 1977 stieg er zum persönlichen Referent der Bundesminister Matthöfer und Hauff auf. Von 1978 bis 1981 widmete er sich erneut dem Bundesministerium für Forschung und Technologie im Spiegelreferat des Bundeskanzleramts und von 1981-1982 wurde er persönlicher Referent des Bundesministers für Forschung und Technologie von Bülow.

Vielfältig setzte sich sein Aufgabenbereich in den 80er Jahren fort. Zwei Jahre lang arbeitete er als koordinierender Referent im Arbeitsbereich Umweltschutz der SPD-Bundestags sowie ein Jahr als Grundsatzreferent für volkswirtschaftliche Fragen des Umweltschutzes in der Planungsgruppe des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1986 bis 1990 leitete er das Büro des Ministerpräsidenten von NRW, Johannes Rau.

Vorübergehend verließ er NRW und war in dem Bundesland Schleswig-Holstein als Staatssekretär im Ministerium für Natur, Umwelt und Landesentwicklung tätig und übernahm dort von 1993-98 das Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr. Diesem Ministerium blieb er auch bei seiner Rückkehr nach NRW im Oktober 1998 treu. Im Februar 2000 trat ein Wandel in seinem Tätigkeitsbereich ein, er übernahm das Finanzministerium.

Den Höhepunkt seiner Karriere markiert die Wahl zum Ministerpräsident von NRW Ende 2002. Anfang November 2002 stimmten von 438 Delegierten der nordrhein-westfälischen SPD 422 (96 %) für Steinbrück und am 06. November gaben 120 der 229 Landesabgeordneten ihm seine Stimme. Insgesamt bedeutete die Wahl eine Zitterpartie, da die Regierungskoalition "nur" über 118 von 231 Sitzen verfügt (SPD 102, Grüne 16, FDP 24 und CDU 88 Sitze). Nach dem Ergebnis müssen zwei Stimmen erstaunlicherweise aus dem Oppositionslager gekommen sein.

Peer Steinbrücks Kurs als Ministerpräsident lautet: Konzentration der Kräfte - Gemeinsam für Nordrhein-Westfalen. Er gibt sich optimistisch: "Aus der Unausweichlichkeit karger Haushaltszahlen könnte sich die Chance eines Therapiewechsels ergeben". Die größte Herausforderung wird in NRW, ähnlich wie auf Bundesebene, die Mammutaufgabe der Schuldenbeseitigung und die Förderung von Arbeitsplätzen sein. Der Schuldenstand betrug Ende 2002 90,5 Mrd. Euro und die Arbeitslosigkeit lag im Oktober 2002 in NRW bei 9,1 %, mehr als 800.000 Menschen waren ohne Arbeit. Ähnlich wie sein Vorgänger Clement sieht er im Metrorapid eine wichtige Investition, auf die NRW nicht verzichten sollte. Die Koalition mit den Grünen wird für Steinbrück nicht problemlos sein; er gilt seit 1998 als pragmatischer "Grünen-Fresser" und im Herzen als Befürworter von Rot-Gelb.

     
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