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Claus Graf Schenk v. Stauffenberg
Stauffenberg machte Karriere beim Militär. Ab 1926 war er Soldat, von 1940-43 in der Organisationsabteilung im Oberkommando der Wehrmacht tätig, danach als Stabschef einer Panzerdivision in Afrika. Dort wurde er schwer verwundet. Er verlor ein Auge, eine Hand und zwei Finger. 1944 wurde er zum Oberst befördert und im Juli 1944 zum Stabschef des Befehlshabers des Ersatzheeres ernannt. Anläßlich der Reichspräsidentenwahl 1932 sprach sich Stauffenberg gegen Paul von Hindenburg und zugunsten des nationalsozialistischen Kandidaten Adolf Hitler aus. Nach der Machtergreifung 1933 war Stauffenberg an der militärischen Ausbildung der Mitglieder der SA beteiligt. Nach der Reichspogromnacht im November 1938 wendete er sich von der NS-Politik und Staatsführung ab und entwickelte sich später aufgrund seiner Erfahrungen während des Krieges, besonders durch die brutale Besatzungspolitik und Vorgehensweise im Osten und durch die Zunahme der Deportationen der Juden in Konzentrationslager, zum entschlossenen Gegner der Nationalsozialisten. Stauffenberg begann 1942 im militärischen Widerstand zu arbeiten. In dem Zeitraum von 1942-44 schloß er sich einer Gruppe junger Offiziere an, die mit anderen Widerstandsgruppen einen Staatsstreich planten und organisierten. Stauffenberg gehörte mit zu den treibenden Kräften in dieser Gruppe. Er gehörte zu dem Kreis, die den Operationsplan "Walküre erarbeitete, der einen Umsturzversuch durch die Ermordung der NS-Führer vorsah. Durch seine hohe militärische Stellung hatte Stauffenberg Zugang zum Führerhauptquartier und übernahm persönlich den Bombenanschlag auf Hitler am 20.Juli.1944. Der Anschlag scheiterte, Hitler überlebte leicht
verletzt und Stauffenberg wurde noch am selben Tag ohne Prozeß hingerichtet. Stauffenberg
verkörperte, wie viele Personen im Widerstand, die Veränderung der Haltung
gegenüber dem Regime, den Wandel von Faszination zur Ablehnung und Bekämpfung. |
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