Die
Ausstellung
 
Home
Führung
Chronik
Konzept
Köpfe
Regionen
Suchen
Feedback
E-Vote
Umfrage

  Epochen
der Zeitreise
  Gesamtindex
  NRW
  Nationalsozialismus
  Weimar
  Wilhelminische Zeit
  Gründerjahre
  Industrialisierung
  Preußenzeit
  Franzosenzeit
  Absolutismus
  Reformation
  Mittelalter
  Vorzeit
  Hilfe
 

Kurt Schumacher
Fraktionsvorsitzender der SPD.

Geboren am 13.10.1895 in Culm/ Westpreußen, verstorben am 20.08.1952 in Bonn.

1914, nach Beginn des Ersten Weltkrieges, legte Kurt Schumacher das Notabitur ab und meldete sich als Kriegsfreiwilliger. Noch im selben Jahr wurde er schwer verletzt und kehrte mit einem amputierten Arm zurück.

Von 1915-1919 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften. 1918 trat er der SPD bei und war Mitglied des Berliner Arbeiter- und Soldatenrates. Von 1920-1924 arbeitete er als Redakteur einer sozialdemokratischen Zeitung in Stuttgart. 1922 gründete er eine militärische Abwehrorganisation, die zum Schutz der parlamentarischen Demokratie dienen sollte. Von 1924-1931 war er als Abgeordneter im Württembergischen Landtag tätig und seit 1928 Mitglied des Fraktionsvorstandes der SPD. 1926 promovierte er in Münster zu dem Thema "Der Kampf um den Staatsgedanken in der deutschen Sozialdemokratie". Mit 35 Jahren wurde er der jüngste Abgeordnete des Reichstages in der Geschichte der SPD.

Durch eine Rede im Februar 1932, in der er die NSDAP scharf kritisierte, machte er sich Feinde. Am 6.7.1933 wurde Schumacher verhaftet und in mehreren Konzentrationslagern bis 1943 gefangen gehalten. Durch Folterungen, schwere körperliche Arbeit und Hungerstreik wurde er ernsthaft krank. Ab März 1943, nach seiner Entlassung, lebte er zurückgezogen in Hannover bei seiner Schwester. 1944 wurde er mit dem Attentat auf Hitler in Verbindung gebracht. Eine erneute Verhaftung und Gefangennahme folgten. Insgesamt hatte Schumacher mehr als neun Jahre in NS-Konzentrationslagern verbracht.

Nach dem Einmarsch der Alliierten im April 1945 begann Schumacher sofort mit dem Wiederaufbau der SPD in Hannover. Am 14.08. wurde die SPD wieder zugelassen und im Oktober wurde Kurt Schumacher zum politischen Beauftragten für die westliche Besatzungszone ernannt. Im Mai 1946 wurde er mit 244 von 245 Stimmen zum Parteivorsitzenden der SPD gewählt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1952 wurde er in diesem Amt immer wieder bestätigt.

Schumacher wehrte sich vehement gegen den Zusammenschluß der SPD mit der KPD zur SED. Scharfe Kritik äußerte er auch im Bezug auf die Besatzungspolitik der Alliierten und hinsichtlich der schlechten Versorgungslage in Deutschland. Auf vielen Auslandsreisen versuchte er auf diese Mißstände aufmerksam zu machen. Im Jahr 1948 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand: ein Bein mußte amputiert werden.

Nach den für die SPD verlorenen Bundestagswahlen, wurde Schumacher in seiner Rolle als Oppositionsführer der Gegenspieler von Kanzler Konrad Adenauer, den er als "Kanzler der Alliierten" politisch bekämpfte. Im Gegensatz zu Adenauer war er vom Konzept der Westbindung nicht überzeugt und unterstützte deshalb auch die beginnende europäische Integration nicht.

Bei der Wahl zum Bundespräsidenten am 12.09.1949 unterlag er gegen Theodor Heuss.

     
[Impressum]
  Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 10.02.2003