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Gerhard Schröder
Bundeskanzler seit 1998.

Geboren am 07.04.1944 in Mossenberg (Kreis Detmold).

Mit 14 Jahren machte er seinen Hauptschulabschluß und begann eine Lehre als Einzelhandelskaufmann. Bereits mit 19 Jahren trat er der SPD bei. 1966 holte er das Abitur auf dem Abendgymnasium nach, studierte im Anschluß Jura und wurde Rechtsanwalt. Als Jungsozialist stieg er 1978 zum Bundesvorsitzenden auf. 1980 und 1983 gelangte der aufstrebende Jung-Abgeordnete in den Bundestag. Danach zog er sich auf die Länderebene zurück nach Niedersachsen und löste 1990 Ernst Albrecht (CDU) als Ministerpräsident ab. Schröder bildete eine rot- grüne Regierung. 1994 konnte die SPD in Niedersachsen sogar die absolute Mehrheit der Sitze gewinnen.

Als 1993 Björn Engholm wegen der Kieler Affäre als Parteichef zurücktrat, bewarb sich Gerhard Schröder um die Nachfolge, aber verlor in einer Mitgliederbefragung gegen Rudolf Scharping. Im August 1995 wurde er sogar von Scharping als wirtschaftlicher Sprecher der SPD entmachtet. 1998 startete er einen neuen Versuch. Nur als Kanzler wollte er nach Bonn zurückkehren. Im März 1998 wurde er dann mit 38 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen zum Kanzlerkandidaten der SPD nominiert.

Bei der 14. Deutschen Bundestagswahl gewann die SPD mit 40,9 % gegen die CDU mit 35,1 %. Am 27.10.1998 wurde Gerhard Schröder zum siebten Bundeskanzler seit 1949 gewählt. Er ist der dritte Sozialdemokrat in diesem Amt. Das Motto der neuen Regierung lautet: Aufbruch und Erneuerung - Deutschlands Weg in das 21. Jahrhundert.

 
Prozent
Sitze

SPD
CDU
Grüne
FDP

PDS

38,5 %
38,5 %
  8,6 %
  7,4 %
  4,0 %

251
248
  55
  47
    2

Die nächste Bundestagswahl 2002 entwickelte sich für Gerhard Schröder zu einer wahren Zitterpartie und einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU. Erstmalig fand auch im Vorfeld ein "Kanzlerduell" zwischen Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber statt: im Wahlkampf herrschen nun amerikanische Verhältnisse. Insgesamt bekam die SPD nur 6027 Stimmen mehr als die CDU. Zu den nun beherrschenden Themen und den größten Problematiken der Bundesregierung gehören der Irak-Konflikt und der damit isolierten Rolle Deutschlands in der Außenpolitik und in der Innenpolitik die schlechte Arbeitsmarktsituation.

     
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