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Franklin Delano Roosevelt
Seine schulische Bildung begann in einem Eliteinternat in Groton (Neuengland). 1900-1904 studierte er an der Harvard Universität und bis 1907 Rechtswissenschaften an der Columbia Universität in New York. Ohne sein Studium abzuschließen arbeitete er als Rechtsanwalt in New York. 1910 begann seine politische Karriere: Er erkämpfte für die Demokratische Partei einen Sitz im New Yorker Senat. 1913 kam Roosevelt durch Präsident Wilson als Stellvertreter des Marineministers nach Washington. In dieser Stellung plädierte Roosevelt 1914 für einen Kriegseintritt der USA und den Ausbau der Marine. Nach dem ersten Weltkrieg war er verantwortlich für die Demobilisierung in Europa und trat für Völkerverständigung und Frieden ein. Seine Nominierung als US-Vizepräsident 1920, machten ihn zum bekanntesten Vertreter der Demokraten. 1921 zog er sich wegen gesundheitlicher Probleme aus der Politik zurück. Nach der Erkrankung an Kinderlähmung war er von der Hüfte an gelähmt. 1924 trat er erstmals wieder auf einer öffentlichen politischen Veranstaltung auf und kehrte 1929 endgültig als Gouverneur in New York ins politische Leben zurück. 1932 siegte Roosevelt bei den Präsidentschaftswahlen gegen Hoover. Den wirtschaftlichen Aufschwung von Amerika machte er zu seiner ersten Aufgabe. Sein "New Deal" sah viele Reformen in der Arbeits- und Wirtschaftsstruktur vor. Führende Wirtschaftsvertreter wehrten sich gegen diese Politik. Doch ihm brachte dieser Plan und sein Einsatz für den Frieden 1936 und 1940 bei seiner Wiederwahl als Präsident die höchsten Wahlergebnisse seit über 100 Jahren (60,8 %). Roosevelt war der am längsten amtierende Präsident der Vereinigten Staaten seit George Washington. Roosevelt versuchte zunächst vergeblich seine Wähler von der Notwendigkeit eines Eingriffs der USA in den Zweiten Weltkrieg zu überzeugen. Erst nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbour trat die USA 1941 in den Krieg ein und verhalf im Folgenden entscheidend zum Sieg über Nazi-Deutschland. Die USA legten noch während des Krieges gemeinsam mit ihren Verbündeten die Grundsteine für die Nachkriegsordnung. Auf der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 legten Roosevelt und Churchill gemeinsam das Kriegsziel "bedingungslose Kapitulation" Deutschlands fest. 1944 begann die vierte Amtszeit von Roosevelt. Er erkannte Charles de Gaulles provisorische Regierung von Frankreich als legitime Exilregierung an und plante die Zukunft Deutschlands mit dem "Morgenthau-Plan", die Umwandlung in einen reinen Agrarstaat. 1945 billigte Roosevelt den Herrschaftsanspruch der Sowjetunion in Osteuropa und erhielt im Gegenzug die Zusage Stalins für die Kriegsführung Russlands gegen Japan. Noch vor Ende des Krieges
verstarb Franklin D. Roosevelt. |
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