Die
Ausstellung
 
Home
Führung
Chronik
Konzept
Köpfe
Regionen
Suchen
Feedback
E-Vote
Umfrage

  Epochen
der Zeitreise
  Gesamtindex
  NRW
  Nationalsozialismus
  Weimar
  Wilhelminische Zeit
  Gründerjahre
  Industrialisierung
  Preußenzeit
  Franzosenzeit
  Absolutismus
  Reformation
  Mittelalter
  Vorzeit
  Hilfe
 

Johannes Rau
Von 1978-1998 Ministerpräsident von NRW, seit 1999 Bundespräsident.

Geboren am 16.01.1931 in Wuppertal.

Nach dem Abitur begann er eine Verlagsbuchhändlerlehre und leitete von 1954-67 einen Verlag der Evangelischen Jugend in Wuppertal. 1952 trat er der Gesamtdeutschen Volkspartei bei. 1957 wechselte er zur SPD. Bereits im Alter von 27 Jahren wurde er Mitglied im Landtag von NRW. In dem Zeitraum von 1958-62 war er Vorsitzender der Jungsozialisten in Wuppertal. 1967 übernahm er den Fraktionsvorsitz in NRW und ein Jahr später kam er in den Parteivorstand der SPD.
1969/70 war er kurz als Oberbürgermeister in Wuppertal tätig. Danach hatte er das Amt des Ministers für Wissenschaft und Forschung in NRW inne. Auf seine Initiative wurden 1971 15 Fachhochschulen in NRW gegründet. Ab Januar 1973 war er Mitglied des SPD-Landesvorstandes. Für die Europawahl 1976 wurde Johannes Rau Sonderbeauftragter der Landesregierung.

Seit 1977 übernahm er den Vorsitz der SPD in NRW und wurde bereits ein Jahr später vom Landesparteitag der SPD für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert und am 20.09.1978 gewählt. Seine Regierungserklärung lautete: "Neuer Anfang für bewährte Politik". Die 80er Jahre waren besonders von vielen Auslandsbesuchen u.a. nach Israel, Serbien und einigen Oststaaten gekennzeichnet. In zwei Regierungserklärungen von 1984 schrieb er Zukunftstechnologien und den Umweltschutz groß.
1982 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD gewählt. Dieses Amt gab er 1990 ab. 1987 scheiterte er als Kanzlerkandidat der SPD gegen den amtierenden Kanzler Helmut Kohl. 1990 übernahm er den Vorsitz im Vermittlungsausschuß zur deutschen Einheit und hatte diesen bis 1994 inne.

Bereits im September 1993 wurde er von der SPD für die Wahl des Bundespräsidenten nominiert, scheiterte jedoch 1994 gegen Roman Herzog. Im Mai 1998 trat er vom Amt des Landesvorsitzenden und des Ministerpräsidenten zurück. Bei der Wahl zum 7.Bundespräsidenten am 23.05.1999 konnte sich Rau mit 690 von 1338 gegen zwei Konkurrentinnen durchsetzen. Heftige Diskussionen löste seine Ansprache zur Amtsübernahme aus, in der er betonte: Bundespräsident über alle Grenzen hinweg, aller Deutschen zu sein.

Rau gilt als einer der erfolgreichsten Ministerpräsidenten als auch Politiker der SPD. Besonders seine Fähigkeiten durch Kompromisse Lösungen zu finden und integrierend, anstatt aus grenzend zu wirken, machten seine Politik bisher überaus erfolgreich.

     
[Impressum]
  Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 19.04.2002