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George Catlett Marshall
Außenminister der USA von 1947-50.

Geboren am 31.12.1880 in Uniontown (Penn.), verstorben am 16.10.1959 in Washington.

George Marshall erhielt seine Ausbildung am Virginia Minitary Institut, die er 1901 mit dem Offizierspatent abschloss. Seine weitere militärische Karriere führte ihn im Ersten Weltkrieg nach Europa (1917/18), nach Washington (1919) und China (1924). 1927 kehrt er als Ausbilder in Fort Benning in die USA zurück.

1936 wurde er Brigadegeneral und 1938 als Leiter der Abteilung für Kriegsplanungen ins Kriegsministerium geholt. Von Präsident Roosevelt wurde Marshall 1939 zum Generalstabschef ernannt. In dieser Stellung leitete er den Ausbau der Truppenstärke der amerikanischen Armee um das 40-fache. Marshall war während des Zweiten Weltkrieges der wichtigste amerikanische Kriegsplaner.

Nach der Konferenz von Potsdam reichte er seinen Abschied als Stabschef ein und sammelte erste politische Erfahrungen als Sonderbotschafter in China von 1945-47, wo er versuchte zwischen Mao Zedong und Ciang Kai-shek zu vermitteln.

Von 1947-50 war er unter Präsident Truman als Außenminister tätig. In seiner Amtszeit war es ein Anliegen von ihm, den Kommunismus einzudämmen. Dies äußerte sich besonders in der von ihm verfaßten "Truman Doktrin" von 1947, die Hilfe und Unterstützung von Amerika für nichtkommunistische Staaten vorsah.

Im Anschluss veröffentlichte er den sogenannten "Marshall-Plan", ein Programm für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas. Mit dem European Recovery Programm sollte die wirtschaftliche Not in Europa gestoppt und der Kommunismus an der Ausbreitung gehindert werden.

Die Ausgaben für das Hilfsprogramm umfaßten bis 1952 12,5 Milliarden US-Dollar, die für Waren, Sachleistungen und Kredite ausgegeben wurden. Das Geld wurde auf insgesamt 16 europäische Länder verteilt. Deutschland erhielt allein 1,7 Milliarden Dollar, die den wirtschaftlichen Aufbau und das "Wirtschaftswunder" ermöglichten. Marshall hatte damit schon sehr früh die Bedeutung der deutschen Wirtschaft für ein "blühendes" Europa erkannt.

Nachdem er 1949 wegen gesundheitlicher Gründe seine Abschied genommen hatte, trat er während der "Koreakrise" 1950/51 als Verteidigungsminister noch mal in die Regierung ein.

Für seinen "Marshall-Plan" bekam er 1953 den Friedensnobelpreis verliehen.

     
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