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Graf Albert von Bollstädt -Albertus Magnus- Geboren 1193 in Launigen an der Donau, verstorben am 14.11.1280 in Köln. Der Sohn eines hohen Beamten studierte in Padua die "freien Künste": kirchliches und weltliches Recht, Medizin und Philosophie. In Padua wandte er sich 1223 dem Dominikanerorden zu und wurde Predigtbruder. Er wechselte von Padua nach Bologna und Paris, bis er von seinem Orden an die Rheinstadt Köln berufen wurde. In Köln empfing er 1228 nach seinem Theologiestudium die Pristerweihe. Er lehrte in Kölner Ordensschulen Theologie und Philosophie und richtete in verschiedenen deutschen Ordensprovinzen, u.a. Freiburg und Regensburg, wissenschaftliche Lehrbetriebe ein. 1242 bekam er als erster Nicht-Franzose einen Ordenslehrstuhl in Paris, in der ersten europäischen Universität. Nach sechs Jahren wurde er nach Köln zurückgerufen, um dort die erste deutsche Ordensuniversität zu gründen, aus der sich im 14. Jahrhundert die Kölner Universität entwickelte. Studenten aus 20 verschiedenen Nationen kamen nach Köln und verdeutlichen die sehr früh beginnende Internationalität der Universität. Zu seinen berühmtesten Studenten gehörte Thomas von Aquin. Auch als Naturforscher in den Bereichen Botanik, Zoologie und Chemie machte er sich einen Namen. Durch seine verschiedenen Experimente wurde er mit Zauberei in Verbindung gebracht und bekam den Ruf eines großen Magiers. Er entdeckte z.B. schon früh die Funktion eines Treibhauses und präsentierte den Menschen eine blühende Sommerlandschaft im Winter. Von 1253-56 übernahm er das Amt des Provinzials (Vorsteher einer Ordensprovinz) für das deutsche Sprachgebiet und von 1260-62 war er als Bischof von Regensburg tätig. Als Kreuzzugsprediger lehrte er in Deutschland und Böhmen. 1269 kehrte er nach Köln zurück, wo er mit 87 Jahren an Altersschwäche starb. Albertus Magnus Leistungen wurden im Jahr 1931
und 1941 anerkannt. Papst Pius XI. sprach ihn 1931 heilig. Zehn Jahre
darauf wurde er zum Patron aller Naturwissenschaften erklärt. |
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