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Karl Liebknecht
Ab 1899 war Karl Liebknecht als Rechtsanwalt in Berlin tätig und trat 1900 der SPD bei. Er gehörte, wie auch Rosa Luxemburg, dem äußerst linken, antimilitaristischen Flügel der Partei an. 1906 brachte er seine erste Schrift "Militarismus und Antimilitarismus" heraus, in der er den engen Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Militarismus verdeutlicht. Ein Jahr später gründete er die "sozialistische Jugendinternationale" mit und geriet in Festungshaft. 1908 wurde er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses und von 1912-1915 Mitglied des Reichstages. Er lehnte als erster Abgeordneter im Dezember 1914 die Bewilligung von Kriegskrediten ab. Er übte Kritik an der Fraktionsmehrheit der SPD und wurde dadurch während des Krieges aus der Partei ausgeschlossen. 1914/15 war er Mitbegründer der Gruppe "Internationale", aus der sich später der "Spartakusbund" entwickelte. 1916 wurde Liebknecht aufgrund einer Antikriegskundgebung
am 1.Mai erneut verhaftet und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Im
Oktober 1918 wurde er frühzeitig aus der Haft entlassen und übernahm
die Führung des Spartakusbundes. Am 9.11.1918 proklamierte er, wenige
Stunden nach dem Scheidemann
vom Reichstag die deutsche Republik ausgerufen hat, vom Balkon des Berliner
Schlosses die "freie sozialistische Republik". Am 30.12.1918
war er Mitbegründer der KPD und veröffentlichte 1919 die Schrift
"Klassenkampf gegen den Krieg". Am 15.1.1919, nach den Januar-Aufständen,
wurde Karl Liebknecht zusammen mit Rosa Luxemburg von Freikorpssoldaten
ermordet. |
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