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Robert Ley
NS-Gauleiter und Leiter des Reichsarbeitsdienstes.

Geboren am 15.02.1890 in Niederbreitbach im Bergischen Land, beging vor der Verurteilung im Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher Selbstmord am 25.10.1945 in Nürnberg.

Robert Ley erhielt eine Ausbildung als Chemiker, die er 1914 mit der Promotion abschloss. Im selben Jahr trat er als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg ein. 1917 geriet er in französische Gefangenschaft, aus der er erst 1920 entlassen wurde. Nach seiner Rückkehr erhielt Ley eine Anstellung in den Bayer-Werken in Leverkusen.

1923 wurde Ley Mitglied der NSDAP und stieg 1925 zum Gauleiter von Rheinland-Süd auf. 1928 verlor er seine Arbeit wegen antisemitischer Übergriffe und einem anhaltenden Alkoholproblem. Er erhielt mit dem Gau Köln-Aachen einen bezahlten Posten in der Partei. 1928 wurde er für die NSDAP Abgeordneter im preußischen Landtag und 1930 Mitglied des Reichstags.

Nach der Machtergreifung ernannte ihn Hitler zum Leiter des "Aktionskomitees zum Schutz der deutschen Arbeit". Dieses Komitee wurde im Mai 1933 mit der Gleichschaltung der Gewerkschaften zur Deutschen Arbeiterfront (DAF) umgestaltet. Robert Ley hatte somit das leitende Amt in der größten Organisation des Dritten Reiches inne, die im Jahre 1942 etwa 25 Millionen Mitglieder hatte. Innerhalb der DAF gründete Ley die "Kraft durch Freude", eine Urlaubs- und Freizeitorganisation für die Arbeiter zu Propagandazwecken. Ende 1934 übernahm Ley, als Nachfolger von Gregor Strasser, das Amt des Reichsorganisationsleiters.

Gemeinsam mit dem Reichsjugendführer gestaltete er den Bildungssektor zur Auslese nationalsozialistischer Führungskräfte um und war Mitbegründer der Ordensburgen wie der Adolf-Hitler-Schulen.

Im Zweiten Weltkrieg verlor Ley zwar insgesamt an Gewicht, konnte aber als Mitglied des Generalrats der Wirtschaft Einfluss auf die Kriegsproduktion nehmen und den Einsatz von Zwangsarbeitern mit bestimmen.

Ley wurde nach der bedingungslosen Kapitulation von den Alliierten verhaftet. Im Oktober 1945 nahm er sich in Haft das Leben, bevor ihm in Nürnberg der Prozess gemacht werden konnte.

     
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