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Adolf Kolping
Katholischer Theologe.

Geboren am 08.12.1813 in Kerpen, verstorben am 04.12. 1865 in Köln.

Kolping stammte aus einem armen, aber frommen Elternhaus. Der Sohn eines Schäfers begann mit dreizehn Jahren eine Ausbildung als Schuhmachergeselle.

Sehr rasch schlug er jedoch eine andere Laufbahn ein. Er absolvierte von 1827-1837 das Gymnasium, schaffte in den nächsten zehn Jahren den Sprung vom Studenten zum Präses des Elberfelder Gesellenvereins und erreichte im Alter von 44 Jahren das Amt des geistlichen Präses des Junggesellenvereins.

1841 legte Kolping mit 28 Jahren die Reifeprüfung ab. Er zog nach Bayern und besuchte drei Jahre in München die Universität. Beeinflußt wurde er von den Schriften des Theologen J. A. Möhler und dem Philosophen Franz Xaver von Baader und beschäftigte sich mit Theologie, Gesellschaftslehre und Pädagogik der Romantik. In Bonn setzte er 1842/43 sein Theologiestudium fort und bereitete sich auf die Priesterweihe vor. Diese wurde am 13.April 1845 im Kölner Dom vollzogen.

Der Erzbischof von Köln schickte ihn nun für vier Jahre als Kaplan nach Elberfeld. Dort widmete er sich besonders Handwerksburschen, deren Schicksal er auf Grund seiner eigenen Erfahrungen verstand.Er gab der Seelsorge eine neue Komponente.
Kolping wurde Träger der Idee des Gesellenvereins, die sich weit über die Grenzen von Deutschland hinaus entwickelte. Der erste Tochterverein wurde in Köln gegründet, das bis heute ein Zentrum der Kolpingwerke darstellt. Kolping selbst zog im Frühjahr 1849 nach Köln. Er war als Domvikar tätig und nahm sich der Leitung des neuen Vereins an.

Kolping hatte mit als einer der Ersten die Notwendigkeit der Integration der Arbeiter in die Gesellschaft erkannt. Dem Zusammenleben und sozialen Bindungen maß er höhere Bedeutung bei als steigende Löhne. Er versuchte der Verproletarisierung entgegen zu wirken und der Familie, der Seelsorge und der Arbeiterschaft in der Gesellschaft eine neue Bedeutung abzugewinnen.


1855 104 Vereine 12.000 Mitglieder
1864 220 Vereine 60.000 Mitglieder


1831 in Preußen 128.000 Gesellen
1843 in Preußen 359.000 Gesellen
1849 in Preußen 407.000 Gesellen
1852 in Preußen 446.000 Gesellen

     
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