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Adolf Kolping
Kolping stammte aus einem armen, aber frommen Elternhaus. Der Sohn eines Schäfers begann mit dreizehn Jahren eine Ausbildung als Schuhmachergeselle. Sehr rasch schlug er jedoch eine andere Laufbahn ein. Er absolvierte von 1827-1837 das Gymnasium, schaffte in den nächsten zehn Jahren den Sprung vom Studenten zum Präses des Elberfelder Gesellenvereins und erreichte im Alter von 44 Jahren das Amt des geistlichen Präses des Junggesellenvereins. 1841 legte Kolping mit 28 Jahren die Reifeprüfung ab. Er zog nach Bayern und besuchte drei Jahre in München die Universität. Beeinflußt wurde er von den Schriften des Theologen J. A. Möhler und dem Philosophen Franz Xaver von Baader und beschäftigte sich mit Theologie, Gesellschaftslehre und Pädagogik der Romantik. In Bonn setzte er 1842/43 sein Theologiestudium fort und bereitete sich auf die Priesterweihe vor. Diese wurde am 13.April 1845 im Kölner Dom vollzogen. Der Erzbischof von Köln schickte ihn nun für
vier Jahre als Kaplan nach Elberfeld. Dort widmete er sich besonders Handwerksburschen,
deren Schicksal er auf Grund seiner eigenen Erfahrungen verstand.Er gab
der Seelsorge eine neue Komponente. Kolping hatte mit als einer der Ersten die Notwendigkeit der Integration der Arbeiter in die Gesellschaft erkannt. Dem Zusammenleben und sozialen Bindungen maß er höhere Bedeutung bei als steigende Löhne. Er versuchte der Verproletarisierung entgegen zu wirken und der Familie, der Seelsorge und der Arbeiterschaft in der Gesellschaft eine neue Bedeutung abzugewinnen.
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