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Kurt Georg Kiesinger
1925 begann Kurt Georg Kiesinger in Tübingen sein Studium in Philosophie und Geschichte und wechselte ein Jahr später zu Rechts- und Staatswissenschaften nach Berlin. Nach sechs Jahren schloß er sein Studium ab. Von 1933-1945 war er Mitglied der NSDAP. Ab 1935 war er Rechtsanwalt beim Kammergericht in Berlin und im Zeitraum von 1940-1945 war er in der Rundfunkabteilung des Reichsaußenministeriums beschäftigt. Dort wurde er 1943 stellvertretender Abteilungsleiter. Nach dem Krieg wurde ihm diese Tätigkeit angelastet und führte 1945-47 zu seiner Internierung durch die Alliierten in Ludwigsburg. Erst 1948 wurde Kiesinger von einem Spruchkammergericht vollständig entlastet. Zu Gute kam ihm, daß er in seiner Tätigkeit beim Rundfunk Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung gebremst und verhindert hatte. Kiesinger konnte danach wieder als Rechtsanwalt tätig werden und arbeitete in Tübingen und Würzburg. 1949 wurde er für die CDU Mitglied des Bundestages und von 1949-1959 Vorsitzender des Vermittlungsausschusses. Weitere Ämter folgten, so ab 1950 die Mitgliedschaft im Parteivorstand, von 1950-58 die Mitgliedschaft in der Beratenden Versammlung des Europarates und 1954-58 der Vorsitz des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Bundestag. Als Ministerpräsident von Baden-Württemberg von 1958-66 versuchte er besonders die Kulturpolitik zu verbessern und hier neue Maßstäbe zu setzen. 1960 wurde Kurt Georg Kiesinger mit dem Großkreuz des Bundesverdienstordens ausgezeichnet. Nach dem Bruch der Koalition von CDU/CSU und FDP 1966, wurde Kiesinger als Nachfolger von Erhard Kanzler einer Großen Koalition mit der SPD. Innenpolitisch konnte in Kiesingers Regierungsjahren die wirtschaftlicher Rezension überwunden werden. Außerdem wurden die umstrittenen Notstandsgesetze verabschiedet. Außenpolitisch erreichte Kiesinger mit der Aufnahme diplomatischer Kontakte zu Ostblock-Staaten eine langsame Aufweichung der Hallstein-Doktrin: 1967/68 wurden diplomatische Beziehungen mit Rumänien, der CSSR und mit Jugoslawien aufgenommen. 1969 kam es zum Bruch der Grossen Koalition und
damit zum Ende der Kanzlerschaft Kiesingers. Ab 1967 war er Parteivorsitzender
der CDU, verlor aber mehr und mehr den Rückhalt seiner Partei und
verzichtete 1971 auf eine erneute Kandidatur. 1980 schied er aus dem Bundestag
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