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Heinrich Heine Geboren am 13.12.1797 (Heines Geburtsdatum ist sehr
umstritten, er selbst gab verschiedene Daten an) in Düsseldorf, verstorben
am 17.02.1856 in Paris.
Bis zu seiner christlichen Taufe 1825 hieß der
Sohn eines jüdischen Tuchhändlers Harry Heine. Er schrieb sich im selben Jahr an der Bonner Universität ein und begann nach Zureden der Eltern das Jurastudium, obwohl seine Vorliebe eher den Literaturwissenschaften galten. 1820/21 wechselte er nach Göttingen. Während seines Studiums kam es immer wieder zu Konflikten: Wegen einer antisemitischen Beleidigung, die fast zu einem Duell führte, wurde Heine von der Uni in Göttingen ausgeschlossen. Er setzte sein Studium in Berlin fort und verkehrte in den berühmten jüdischen Literaturkreisen, u.a. im Salon von Rahel Varnhagen. Dort lernte er Humboldt, Hegel und Bettina von Armin kennen. Seine ersten Gedichte erschienen 1822 und Heine konnte
erste Erfolge verzeichnen. Nach Auseinandersetzungen mit seinem Onkel
Salomon, der sein Studium finanzierte, versprach er sein Jurastudium fort
zusetzten und promovierte 1825 in Göttingen. Am 28.6.1825 ließ er sich taufen und nannte sich von nun an Christian Johann Heinrich Heine. Schon als Kind schämte er sich seiner jüdischen Abstammung. Nun stand er zwischen den Religionen und bereute bereits 1826 seine Entscheidung. Nach seinem literarischen Wechsel vom tragisch-dramatischen zur witzig-beschreibenden Prosa konnte er als freier Schriftsteller überleben. Beim Ausbruch der Julirevolution 1830 begab sich Heine
wenige Monate später freiwillig ins Exil nach Paris. Neben seinen
Einkünften als Journalist und freier Schriftsteller lebte er auch
von seinen Mäzenen, dem Baron Rothschild und seinem Onkel Salomon.
1835 wurden seine Schriften vom Deutschen Bund zensiert bzw. verboten.
Anders in Frankreich: die französische Regierung zahlte ihm in der
Zeit von 1835-1848 eine jährliche Pension. Heinrich Heine gehört zu den großen deutschen
Schriftstellern. Seine Werke bestechen durch seinen einzigartigen Stil
und Vielseitigkeit. Durch seine journalistischen Arbeiten gilt Heine als
der Begründer des modernen Feuilletons. Erst 1988 wurde in Düsseldorf nachträglich
den berühmte Bewohner geehrt. In diesem Jahr wurde nach ihm die Universität
benannt. Damit endeten endlich die Diskussionen um die Benennung, die
mit der Gründung der Universität 1965 begonnen hatten.
Heinrich Heine |
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