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Josef Grohe'
NS-Gauleiter und Reichsstatthalter.

Geboren am 06.11.1902 in Gmünden/Hunsrück, verstorben am 03.01.1988 in Köln.

Aufgewachsen als Sohn eines Ladenbesitzers besuchte er eine Volks- und Handelsschule und war ab 1919 kaufmännischer Angestellter in der Eisenwarenbranche. 1921 begann sein politisches Engagement: er trat in den deutsch-völkischen Schutz- und Trutzbund ein. Ein Jahr später war er Mitbegründer der NSDAP in Köln. 1923, während des "Ruhrkampfes", flüchtete er auf Grund von terroristischen Anschlägen auf Rechtsradikale nach Süddeutschland. Nach seiner Rückkehr in Köln gründete er den "Deutsch-Völkischen Wahlverein", der im März 1924 in den "Völkisch-sozialen Block" umbenannt wurde. Dort war er als Geschäftsführer tätig. 1925 übernahm er als Gaugeschäftsführer der NSDAP den Gau Rheinland-Süd und unterstand Gauleiter Ley.

Von 1926-1931 arbeitete er als Chefredakteur der Zeitung "Westdeutscher Beobachter".
In Köln wurde er 1929 Stadtverordneter und Fraktionsführer der NSDAP. 1931 wurde er zum Gauleiter von Köln-Aachen ernannt. Kurze Zeit, von 1932-1933, war er Mitglied des Landtags in Preußen. Die Mitgliedschaft im Reichstag folgte im November 1933 und er wurde preußischer Staatsrat. 1944 gewann er als Reichskommissar für die besetzen Gebiete in Belgien und Nordfrankreich zusätzlich an Bedeutung. 1945 organisierte er den Kölner Volkssturm und veranlaßte die Sprengung von 5 großen Rheinbrücken.

1946 konnte er von den Alliierten verhaftet werden und wurde an Belgien ausgeliefert.
1950 kam er zurück nach Deutschland und wurde zu 4 ½ Jahren Haft verurteilt.

Er gehörte zu den überzeugten Nationlsozialisten, die dem Regime auch am Schluß treu blieben und von Beginn an die Partei aufgebaut hatten.

     
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