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Joseph Goebbels
NS-Propagandaminister ab 1933.

Geboren am 29.10.1887 in Rheydt/ Rheinland, Selbstmord am 01.05.1945 in Berlin.

Joseph Goebbels entstammte einer streng katholischen, kleinbürgerlichen Familie. Oft wurde er wegen seines "Klumpfußes" in der Schule verspottet. Trotz der Hänseleien wurde er zum Besten seiner Klasse. Er studierte Germanistik und war nach seiner Promotion erfolglos als Journalist und Schriftsteller tätig. Er entwickelte, ähnlich wie Hitler, einen fanatischen Judenhaß. Als Sekretär von Gregor Strasser knüpfte er erste politische Kontakte.

Seine politische Karriere begann jedoch erst mit dem Eintritt in die NSDAP 1924 und der bedingungslosen Unterordnung unter Adolf Hitler. 1926 wurde er Gauleiter von Berlin und 1928 Reichstagsabgeordneter. Goebbels profilierte sich durch demagogische, zynische und antisemitische Verleumdungen einflußreicher Juden und linker Politiker.

Als Reichspropagandaleiter war ab 1930 seine Hauptaufgabe die propagandistische Vorbereitung der Reichstagswahlen von 1930 und 1932. Nach der "Machtergreifung" im Jahr 1933 übernahm Goebbels das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.

In der ebenfalls 1933 geschaffenen Reichskulturkammer wurde Goebbels der Präsident. Aufgrund der Gleichschaltung hatte er dir totale Kontrolle über die Medien und der Kultur und konnte so die Bevölkerung in ihrer Meinungsbildung manipulieren.

Goebbels organisierte die Beschlagnahmung von sogenannter entarteter Kunst in Museen und liet einige der Kunstwerke in einer gleichnamigen Ausstellung zeigen.

Goebbels wurde zum Symbol für die erfolgreiche NS-Propaganda. Er benutzte den Rundfunk als Instrument zur Beeinflussung der Massen, schürte die antisemitische Stimmung und propagierte den "Führerkult".

Goebbels verstärkte nach Beginn des Zweiten Weltkriegs die NS-Propaganda mit den "Sondermeldungen" im Rundfunk und mit den Wochenschau-Programmen. 1943 rief Goebbels in seiner Rede im Berliner Sportpalast zum "Totalen Krieg" auf. Die größtenteils von der Partei bestellten Zuhörer begleiteten die im Rundfunk übertragene Rede mit frenetischem Jubel.

Der Staatsstreich vom 20. Juli 1944 scheiterte nicht zuletzt an Goebbels' reaktionsschnellem Handeln: er verkündete über den Rundfunk das Mißlingen des Anschlags auf Hitler und zog so unentschlossene Mitglieder der Wehrmacht auf Hitlers Seite.

Ab August 1944 hatte Goebbels das Amt des "Generalbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz" inne und war dadurch mit einer der einflußreichsten Männer im Dritten Reich. Bis zum Schluß versuchte er die Kampfmoral der Soldaten zu heben und die Opferbereitschaft der Bevölkerung zu stärken.

Als die Niederlage nicht mehr abzuwenden war, begleitete Goebbels mit seiner Familie Hitler in den "Führerbunker". Hitler ernannte ihn in seinem Testament vom 29.4. noch zum Reichskanzler, doch Goebbels überlebt "seinen Führer" nicht lange. Nach der Ermordung ihrer Kinder begingen Joseph Goebbels und seine Frau am 1. Mai 1945 Selbstmord im Führerhauptquartier in Berlin.

     
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