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Joseph Frings
Erzbischof von Köln 1942-1969; ab 1946 Kardinal.

Geboren am 06.02.1887 in Neuss, verstorben am 17.12.1978 in Köln.

Im Zeitraum von 1942-69 war Joseph Frings Erzbischof von Köln und von 1945-65 der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz. 1946 wurde er zum Kardinal erhoben.

Berühmt geworden ist seine Sylvesterpredigt vom 31.12.1946, in der er der notleidenden Bevölkerung den Diebstahl von zum Überleben notwendigen Gütern in einer existenziellen Notlage erlaubte: das "fringsen" war geboren.

1948 war er als Protektor des Flüchtlingswesens tätig. Er gehörte lange Zeit zu den Wortführern des deutschen Katholizismus. In den Nachkriegsjahren versuchte er den Vorwurf der Kollektivschuld zu revidieren und vertrat besonders stark gegenüber den Alliierten die Interessen der deutschen Bevölkerung. Von 1962-65 gehörte er zum Präsidium des 2. Vatikanischen Konzils. Ein großes Anliegen von ihm waren Glaubensfragen, z.B. zur Mischehenregelung. Zu der bestehenden Kirchenmeinung äußerte er sich sehr kritisch. Darüber hinaus setzte er sich für Theologen ein, die mit der Kirche in Konflikt geraten waren.

Sein soziales Engagement und sein Einsatz für die Bevölkerung machten ihn berühmt und beliebt.

     
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