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Joseph Frings
Berühmt geworden ist seine Sylvesterpredigt vom 31.12.1946, in der er der notleidenden Bevölkerung den Diebstahl von zum Überleben notwendigen Gütern in einer existenziellen Notlage erlaubte: das "fringsen" war geboren. 1948 war er als Protektor des Flüchtlingswesens tätig. Er gehörte lange Zeit zu den Wortführern des deutschen Katholizismus. In den Nachkriegsjahren versuchte er den Vorwurf der Kollektivschuld zu revidieren und vertrat besonders stark gegenüber den Alliierten die Interessen der deutschen Bevölkerung. Von 1962-65 gehörte er zum Präsidium des 2. Vatikanischen Konzils. Ein großes Anliegen von ihm waren Glaubensfragen, z.B. zur Mischehenregelung. Zu der bestehenden Kirchenmeinung äußerte er sich sehr kritisch. Darüber hinaus setzte er sich für Theologen ein, die mit der Kirche in Konflikt geraten waren. Sein soziales Engagement und sein Einsatz für
die Bevölkerung machten ihn berühmt und beliebt. |
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