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Friedrich Karl Florian
NS-Gauleiter von Düsseldorf.

Geboren am 04.02.1894 in Essen, verstorben am 24.10.1975 in Mettmann.

Als Sohn eines Oberbahnmeisters begann er 1912 als preußischer Grubenbeamter seine Laufbahn. Am Anfang des Ersten Weltkrieges meldete er sich als Kriegsfreiwilliger und begann 1916 mit einer Fliegerausbildung. 1918 wurde er Unteroffizier und geriet von 1918-1919 in britische Gefangenschaft. In der darauf folgenden Zeit bis 1929 arbeitete er wieder als Grubenbeamter.

1920 trat er dem "deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund" bei und gründete eine Ortsgruppe in Buer des "Verbandes nationalgesinnter Soldaten". 1923 war er Mitbegründer des "Westfalentreubundes" und trat ein Jahr später in den "Völkisch-Sozialen Block" ein. Am 18.8.1925 wurde er Mitglied der NSDAP und 7 Tage später der SA. Er übernahm 1927 in Buer das Amt des Stadtverordneten der NSDAP und war von 1927-1929 Kreisleiter im Bezirk Emscher-Lippe, bis 1930 des Bezirks Bergisch-Land-Niederrhein.

Als Gauleiter des Gaues von Düsseldorf war er vom 1.8.1930-1945 tätig. In diesem Zeitraum war er auch Mitglied des Reichstages. Am 1.5.1936 wurde er in die Reichsleitung berufen.

Am 17.4.1945, nachdem er noch ein paar Tage vor Kriegsende Widerstandskämpfer in Düsseldorf hatte hinrichten lassen, wurde er von den Amerikanern gefangengenommen. Ein Selbstmordversuch von ihm scheiterte. Erst im März 1949 wurde er durch seine Arbeit innerhalb des NS-Regimes vor der Bielefelder Spruchkammer zu 6 ½ Jahren Haft und zu einer Geldstrafe verurteilt.
Im Mai 1951 wurde er aus der Haft entlassen.

Obwohl er nicht zu der Spitze der Nationalsozialisten gehörte, hatte er großen Einfluß und war u.a. an dem Aufbau der Parteiorganisation und an der Gleichschaltung beteiligt. Auch mit Terror- und Euthanasiemaßnahmen und Judendeportationen konnte man ihn in Verbindung bringen.
Auch nach seiner Haft war er noch ein überzeugter Nationalist, der die Ziele der NS verherrlichte und ihre Untaten verharmloste.

     
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