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Adolf Eichmann
Protokollant der "Wannsee-Konferenz" und Organisator der Judendeportationen.

Geboren am 19.03.1906 in Solingen, am 15. Dezember 1961 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen das jüdische Volk zum Tod verurteilt. Das Urteil wurde am 01.06.1962 in Israel vollstreckt.

1914 zog seine Familie nach Linz (Österreich). Adolf Eichmann, Sohn eines Buchhalters und Firmenbesitzers, begann mit 13 Jahren eine Ausbildung in der "Höheren Bundeslehranstalt für Elektrotechnik, Maschinenbau und Hochbau". Er schloss die Ausbildung nicht ab und verließ 1921 die Lehranstalt.
In den Jahren von 1923-1932 arbeitete er als Bergarbeiter in der Bergbaugesellschaft seines Vaters und als Verkäufer.

1927 trat er dem deutsch-österreichischen Frontkämpferbund bei und wurde am 01.04.1932 Mitglied der NSDAP. Ebenso schloss er sich der Schutzstaffel an, der sogenannten SS. Aufgrund des Parteiverbotes in Österreich zog Eichmann nach Deutschland und absolvierte in Bayern eine vierzehnmonatige Militärausbildung für die SS. Noch im selben Jahr wurde er beim "Sicherheitsdienst" (SD) aufgenommen.

In seiner Tätigkeit (Referat Juden) in SD-Hauptamt in Berlin befasste er sich ab 1934 mit der "Judenfrage". Er lernte hebräisch und jiddisch und nahm Kontakt zu Zionisten auf. Ab August 1938 organisiert er die "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" in Wien. Knapp ein Jahr später leitete er die "Reichszentrale für jüdische Auswanderung" in Berlin. Im Dezember 1939 war er im "Referat Auswanderung und Räumung" tätig. Mehr und mehr übernahm Eichmann die zentrale Rolle bei der Organisation der Judendeportationen.

Am 09.11.1941 wurde er zum SS-Obersturmführer befördert. Auf der Wannseekonferenz vom 20.02.1942, auf der die "Endlösung der Judenfrage", die Vernichtung des europäischen Judentums, beschlossen wurde, führte er die Protokolle. Er besuchte Auschwitz und verschiedene andere Konzentrationslager. Die Massentransporte wurden von seinem Referat aus geplant und organisiert.

Nach dem Einmarsch der Alliierten konnte er entkommen und mit gefälschten Papieren bis 1950 in Deutschland leben. Dann verließ er Deutschland und emigrierte nach Argentinien, wo er Arbeit bei Daimler-Benz fand.

Am 11.05.1960 kam der israelische Geheimdienst auf seine Spur und entführte ihn nach Jerusalem. Vom April bis Dezember 1961 wurde ihm der Prozess als Verantwortlichen für den Holocaust gemacht. Am 1. Juni 1962 wurde Eichmann im Gefängnis Ramleh hingerichtet.

     
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