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Rudolf (Rudi) Dutschke 1958 verweigerte Rudi Dutschke in der DDR den Wehrdienst und bekam dadurch Studienverbot in der DDR erteilt. So begann er eine Lehre als Industriekaufmann. Kurz vor dem Bau der Mauer ging er nach West-Berlin. Dort wiederholte er sein Abitur, um ein Soziologie-Studium an der FU beginnen zu können, das er 1968 beendete. 1963 wurde er Mitglied der sogenannten "Subversiven Aktion" und ein Jahr später des "Sozialistischen Deutschen Studentenbundes" (SDS). Von 1965-68 galt er als der führende Theoretiker der außerparlamentarischen Opposition (APO) und anderen antiautoritären Bewegungen. Seine Thesen von der manipulierten Gesellschaft stützten sich u.a. auf Marx und Engels. Als Schreiber und Mitautor war er 1968 an der Schrift: "Rebellion der Studenten oder Die neue Opposition" beteiligt. Nach dem Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der von einem Polizisten erschossen wurde, organisierte er 1967 Protestaktionen in Berlin. Er hoffte durch diese Aktionen, die sich auch gegen den Vietnamkrieg oder die Notstandsgesetze richteten, die Bevölkerung aufzurütteln und zu mobilisieren. Auch beteiligte sich Dutschke an der "Springer-Kampagne", die die Enteignung des Verlegers Axel Springer vorsah. Bei einer Demonstration am 11.4.1968 wurde er auf offener Straße niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. 1969 ging er nach London, musste Großbritannien aber wegen angeblich "subversiver Tätigkeit" verlassen. Danach ließ er sich in Dänemark nieder. 1974 verfaßte er die Schrift: "Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen". Politisch wurde er erst wieder ab 1976 in der Bundesrepublik aktiv und engagierte sich zuletzt für die Grünen. Von den Verletzungen von 1968 hatte er sich nie ganz
erholt. Er starb 1979 an den Spätfolgen des Attentats.
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