|
Charles de Gaulle Charles de Gaulle besuchte er ab 1910 eine Militärakademie und trat als Infanterieoffizier in die französische Armee ein. Im Ersten Weltkrieg gerät er schwer verwundet in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1924 schloß er die Oberste Militärschule ab. Er wird in Deutschland stationiert: zunächst bei der Rheinarmee in Mainz, danach in Trier. Durch seine Kritik an seiner Meinung nach ungeeigneten Militärkonzeptionen gegenüber Deutschland, machte er sich viele Feinde im Generalstab. Während des Krieges mit Nazideutschland wurde er 1940 zum jüngsten General der französischen Armee befördert. Den Waffenstillstand mit Deutschland lehnte de Gaulle ab, sondern forderte von London aus die französische Bevölkerung zum Weiterkämpfen auf. Vom Kriegsrat der Vichy-Regierung in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Von 1940 bis 1944 baute er in London eine Gegenregierung auf, die sich "Freies Frankreich" nannte. Sein Einfluß und seine Anerkennung nahm international rasch zu. Im August 1944 konnte de Gaulle mit seiner provisorischen Regierung als "Held" nach Paris zurückkehren. Er wurde zum Ministerpräsidenten ernannt, trat jedoch schon nach 14 Monaten (1946) zurück, da er die Stellung des Präsidenten für zu schwach hielt. 1958 kehrte de Gaulle zurück und erhielt durch die auf ihn zugeschnittene Verfassung der V. Republik die Machtposition, die er 1946 gefordert hatte. 1962 übergab er trotz großer Kritik die französischen Kolonien in die Unabhängigkeit. Seine Zielsetzung für Frankreich war die "Grande Nation" mit einer souveränen Stellung in Europa. In diesem Zusammenhang forciert er auch die Bildung einer französischen Nuklearstreitmacht. 1963 unterzeichnen de Gaulle und Adenauer den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Die europäische Integration war mit de Gaulle nicht einfach: 1963 brachte er die Verhandlungen zum Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zum Scheitern und 1965/66 blockierte er mit seiner Politik des leeren Stuhls sieben Monate lang die Sitzungen des europäischen Ministerrats. 1967 kam es im Zuge der Studentenrevolten zu großen
innenpolitischen Problemen. De Gaulles Autorität wird erschüttert. Da
er die Abstimmung über eine Regionalreform mit der Vertrauensfrage verbindet
und verliert, tritt de Gaulle am 27.04.1969 zurück. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Copyright De-Media.de 2002, Letzte Aktualisierung 19.04.2002 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||