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Wilhelm Canaris Geboren am 01.01.1887 in Aplerbeck/ Westfalen, hingerichtet am 09.04.1945 im KZ Flossenbürg. Im Ersten Weltkrieg war Wilhelm Canaris Offizier der kaiserlichen Marine. In der Novemberrevolution unterstützte Canaris als Verbindungsoffizier die Bildung von Bürgerwehren zur Niederschlagung der revolutionären Bewegungen. 1919 war er Mitglied des Kriegsgerichts, das die des Mordes an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg beschuldigten Angehörigen des Freikorps der Garde-Kavallerie-Schützendivision größtenteils freispricht. Trotz seiner Ablehnung der Weimarer Republik und des Versailler Vertrags verbleibt er in seiner Position. Er unterstützte den Kapp-Putsch und verfolgte den Aufstieg der NSDAP mit Wohlwollen. Nach der Machtergreifung wurde er überraschend 1935 Konteradmiral und Chef der Abwehr im Reichskriegsministerium. In dieser Position erkannte er die Vorbereitungen für die Kriegs- und Zerstörungspolitik Hitlers, die er nicht akzeptieren konnte. Sein neues Ziel war: für das Reich, aber gegen Hitler zu arbeiten. Canaris nutzte seine Stellung zur Organisation von Widerstand in der Wehrmacht und gab mehreren Widerstandsgruppen Informationen für einen Staatstreich. Seine Oppositionsaktivitäten wurden durch seine Erfolge in der Spionageabwehr lange Zeit verdeckt. Noch 1940 wurde er zum Admiral ernannt. Canaris wurde drei Tage nach dem Attentat vom
20. Juli verhaftet. Obwohl er ein Attentat auf Hitler abgelehnt hat, belasteten
ihn die bei Angehörigen von Widerstandsgruppen gefundenen Informationen.
Nach der Haft im Konzentrationslager Flossenbürg wurde er kurz vor dem
Einrücken der Amerikaner von einem SS-Standgericht zum Tode verurteilt
und gehängt. |
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