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Heinrich Böll
Bereits im Alter von 17 Jahren begann Böll Gedichte
zu schreiben. Seine erste Kurzgeschichte "Die Botschaft" wurde 1947 veröffentlicht. Weitere Erzählungen und Romane wie z.B. "Und sagt kein einziges Wort" und "Wo warst du Adam" folgten. 1951 wurde ihm der Literaturpreis der "Gruppe 47" überreicht. Seine ersten Veröffentlichungen befassten sich noch verstärkt mit dem Krieg und der Nachkriegszeit, aber im Laufe der Zeit galt seine Kritik u.a. den Machtansprüchen der Elite und der Kirche. Sein berühmtestes und in Deutschland sehr umstrittenes Werk "Der Clown" erschien 1963. 1967 wurde ihm der Georg-Büchner Preis verliehen. 1971-74 übernahm er den Vorsitz des internationalen Schriftstellerverbandes PEN. Im Jahr 1972 wurde er durch einen Artikel "Will Ulrike Meinhof Gnade oder freies Geleit" mit dem linken Terror dieser Zeit in Verbindung gebracht. Ende des selben Jahres wurde Böll mit dem Literaturnobelpreis für seine schriftstellerischen Leistungen ausgezeichnet. 1974 erschien die Erzählung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", die seine Auseinandersetzungen der vorangegangenen Jahre und seine Kritik an Staat und Gesellschaft verdeutlichte. Im Jahr 1983 verlieh ihm die Stadt Köln den Ehrenbürgertitel. Heinrich Böll unterstützte die Menschenrechtsbewegung der UdSSR, engagierte sich für politisch verfolgte Schriftsteller und war prominentes Mitglied der Friedensbewegung. Seine Bücher sind in 45 Sprachen übersetzt
worden und erreichten eine Gesamtauflage von 31 Millionen Exemplaren.
In Deutschland wie auch im Ausland gilt Böll als einer der erfolgreichsten,
kritischsten und meist gelesenen deutschen Schriftsteller. |
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