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Karl Arnold
Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen von 1947-1956.

Geboren am 21.03.1901 in Herlishöfen/ Württemberg, verstorben am 29.06.1958 in Düsseldorf.

1919 schloss er seine Ausbildung als Schuhmachergeselle ab. 1920 wurde er Funktionär in der christlichen Arbeiterbewegung und besuchte die Soziale Hochschule in München. 1924 wurde er Sekretär des Düsseldorfer Bezirkskartells der Christlichen Gewerkschaften und 1929 Mitglied der Düsseldorfer Stadtverordnetenversammlung als Vertreter der Zentrumspartei.

Nach der Machtergreifung der NSDAP wurde er wegen seines politischen Engagements von der Gestapo verfolgt. Karl Arnold wurde 1944 im Zusammenhang mit dem Hitler Attentat (20. Juli 1944) festgenommen.

1945 versuchte er im Rheinland gemeinsam mit Hans Böckler eine Einheitsgewerkschaft zu gründen und gehörte mit zu den Gründungsmitgliedern der Christlich-Demokratischen Partei (CDP), die sich nach dem christdemokratischen Treffen in Bad Godesberg CDU nennt. Im Oktober 1946 wurde er Oberbürgermeister von Düsseldorf und im Dezember zum stellvertretenden Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen ernannt. Nach den Landtagswahlen im April 1947 bildete Arnold als Ministerpräsident von NRW ein Kabinett aus CDU, Zentrum, SPD, und KPD. Im Februar 1948 scheidete die KPD aus der Koalition aus. Das Amt hatte er von 1947-1956 inne.
Er nahm vehement gegen die Demontagepolitik der Besatzungsmächte Stellung und legte Vorschläge zur Wiedervereinigung der vier Besatzungszonen vor. Am 07.09.1949 wurde er zum ersten Präsidenten des Bundesrates gewählt. Nach seiner Wiederwahl 1950 engagierte er sich besonders für die Jugend und verfasste einen Landesjugendplan. Auch am Montanmitbestimmungsgesetz von 1951 war er maßgeblich beteiligt.

Im Februar 1956 wurde seine Regierung in NRW durch ein Misstrauensvotum von SPD und FDP gestürzt. Er übernahm den Vorsitz des neugeschaffenen Landespräsidiums der nordrhein-westfälischen CDU und wurde zum stellvertretenden Bundesparteivorsitzenden der CDU gewählt. Das Angebot Adenauers, als Vizekanzler Mitglied der Bundesregierung zu werden, lehnte er ab. 1957 bekam er bei der Bundestagswahl 72 % der in seinem Wahlkreis abgegebenen Stimmen.

Zu seinen großen Verdiensten gehörte, dass bei der westdeutschen Staatsgründung nicht von einer Verfassung, sondern von einem Grundgesetz die Rede war und somit das provisorische im Hinblick auf eine mögliche Wiedervereinigung unterstrichen wurde.

     
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