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Rudolf Amelunxen
1946/47 Ministerpräsident von NRW.

Geboren am 30.06.1888 in Köln, verstorben am 21.04.1969 in Düsseldorf.

Von 1919-1932 war Rudolf Amelunxen im preußischen Verwaltungsdienst tätig.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war sein großes Ziel die katholischen Zentrumspartei wiederzugründen. Im Landtag von NRW vertrat er das Zentrum von 1947-1958.

Von der britischen Besatzungsmacht wurde er 1945 zum Oberpräsidenten von Westfalen und 1946 zum ersten Ministerpräsidenten von NRW berufen. Bei der ersten Landtagswahl 1947 wurde er von Karl Arnold abgelöst. Amelunxen übernahm bis 1950 das Amt des Sozialministers in NRW. Außerdem war er ab 1947 Justizminister, bis er 1958 sein Landtagsmandat verlor.

 
Amulunxen und sein Nachfolger Arnold.
 

1949 wurde er von der Zentrumspartei als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert, unterlag jedoch Theodor Heuss. Rudolf Amelunxen wehrte sich entschieden gegen die atomare Aufrüstung, die in den 50er Jahren stark diskutiert wurde. Er veröffentlichte verschiedene Schriften, u.a.: "Wege zum Volksstaat"(1947), "Kampf gegen Not" (1948) und "Ehrenmänner und Hexenmeister" (1960).

Nachdem sein großes Ziel, mit der Zentrumspartei an die Erfolge des Weimarer Republik anzuknüpfen, gescheitert war, erreichte er politisch keine großen Erfolge mehr.

     
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