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Konrad Adenauer
Bundeskanzler von 1949-1963.

Geboren am 05.01.1876 in Köln, verstorben am 19.04.1967 in Rhöndorf bei Bonn.

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft wurde Konrad Adenauer Stadtverordneter seiner Heimatstadt Köln. Von 1917-1933 hatte der Zentrumspolitiker Adenauer das Amt des Oberbürgermeisters in Köln inne, 1920-33 war er zugleich Präsident des preußischen Staatsrates. Sein Ziel war der Ausbau Kölns zur Rheinmetropole. 1925 eröffnete er die "Jahrtausendausstellung" in Köln, mit der die tausendjährige Zugehörigkeit des Rheinlands zum Deutschen Reich gefeiert wurde.

Von den Nationalsozialisten wurde er 1933 von all seinen Ämtern enthoben. Er hatte sich der vorzeitigen Auflösung des Preußischen Landtages widersetzt, sich geweigert Hitler zu empfangen und Hakenkreuzfahnen abnehmen lassen.

Von den Alliierten wurde er 1945 wieder als Oberbürgermeister Kölns eingesetzt. 1946 trat er den Vorsitz der neu gegründeten CDU in der britischen Besatzungszone an und wurde 1947 Fraktionsvorsitzender der CDU im ersten nordrhein-westfälischen Landtag. Von 1950-66 war er Vorsitzender der CDU in der Bundesrepublik Deutschland.

Adenauer wurde 1948, als von den Alliierten Siegermächten in den drei westlichen Besatzungszonen - anfäönglich gegen den Willen der bereits bestehenden Länder - die Bildung eines demokratischen Teilstaates bschlossen wurde, die Präsidentschaft im Parlamentarischen Rat übertragen, in dem die Ausarbeitung des Grundgesetzes für die entstehende Bundesrepublik Deutschland vorbereitet wurde.

Am 15.09.1949 wurde Konrad Adenauer mit nur einer Stimme Mehrheit zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik gewählt. Seine erste Amtszeit von 1949-1953 stand für viele Bürger für die Rückkehr zu Ordnung und Wohlstand. Sein oberstes Ziel galt der Westintegration Deutschlands sowie der Einheit Europas und verzichtete dabei auf ein vereintes, aber neutrales Deutschland, wie es von der UdSSR mehrfach angeboten wurde. Seine zweite Amtszeit war vom Thema Wiederbewaffnung geprägt. 1954 trat die BRD mit den Pariser Verträgen der NATO bei. Erste diplomatische Beziehungen mit der UdSSR im Jahre 1955 führten zu der Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen und brachte der CDU den überragenden Wahlsieg von 1957. Die BRD war im selben Jahr Gründungsmitglied der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) geworden.

1961 verlor die CDU die absolute Mehrheit im Bundestag. Adenauer wurde Kanzler einer christlich-liberalen Koalition. Auf Drängen der FDP nach einer Begrenzung seiner Amtszeit übergab er sein Amt 1963 Ludwig Erhard.

Der Name Adenauer steht heute wie kein anderer für die ersten Jahre der Bundesrepublik, in denen der Kölner die Weichen auch für spätere Zeiten gelegt hat. Zu seinen größten Erfolgen gehörte die Westanbindung, die neue Position der BRD in Europa und die Verbesserung der Deutsch-Französischen Freundschaft.

     
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