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1870
Die Villa Hügel in Essen über der Ruhr und später über dem Baldeneysee wurde zum Symbol des wirtschaftlichen Erfolges der Familie Krupp. Der nach eigenen Entwürfen des Industriepioniers Alfred Krupp von 1870 an errichtete, inmitten eines weitläufigen Landschaftsparks gelegene Repräsentationsbau umfasst Haupthaus, Logierhaus (Kleines Haus) und verbindende Galerien. Der in seinen Ausmaßen an Renaissance-Paläste erinnernde Gebäudekomplex mit 229 Räumen auf 8100 qm war bis 1945 Wohnsitz der Familie Krupp. Hier wurden hohe Gäste aus Industrie und Politik empfangen, sogar der Kaiser gab sich die Ehre. Der Sohn des Unternehmensgründers, der in einem kleinen Aufseherhäuschen neben dem Fabrikgelände in Enge und Armut aufwuchs, erfüllte sich mit dem Bau dieses Palastes wohl einen Kindheitstraum. Er plante und entwarf sein "Haus" selbst: es wurde prächtig und pompös. Das Haupthaus der eindrucksvollen Anlage, die klassizistische Strenge mit barocker Detailfreude verbindet, wird seit 1953 als Ausstellungsstätte für internationale Kunstausstellungen (Sitz der Kulturstiftung Ruhr), für Konzerte und Repräsentationsveranstaltungen der Firma Krupp genutzt. Das Kleine Haus beherbergt die Dauerausstellungen "Krupp heute" sowie die "Historische Sammlung Krupp" mit Dokumenten zur Firmen- und Familiengeschichte. Villa Hügel |
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