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Die
Ausstellung |
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Industrialisierung in der Rheinprovinz
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Roheisenproduktion
im Ruhrgebiet
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Jahr
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Produktion (in t)
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1880
1882
1884
1886
1888
1890
1892
1894
1896
1897
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1.406.000
1.742.000
1.797.000
1.755.000
2.124.000
2.199.000
2.349.000
2.546.000
3.139.000
3.366.000
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Industrialisierung bedeutete nach der Erschließung der
Kohlevorkommen durch Tiefschächte sowie der Einführung von Koksöfen zur
Energiegewinnung zunächst Eisen- und Stahlproduktion. Die Montanindustrie
war die Grundlage für alle anderen Industrien, auch im Ruhrgebiet. Daneben
traten die Metall verarbeitenden Industrien.
Zentrum des Maschinenbaus wurden Duisburg, Essen, Sterkrade, Köln und
Aachen. In Köln entstanden im Gefolge der bahnbrechenden Erfindung des
Vergasermotors (Ottomotor) von Nikolaus
Otto 1867 Betriebe wie die Maschinenbauanstalt Humboldt oder die Deutzer
Gasmotorenfabrik. In Solingen und Remscheid wuchs die traditionelle Werkzeug-
und Klingenherstellung. Die chemische Industrie erfuhr ebenfalls einen
stürmischen Aufschwung: in Elberfeld gegründet, siedelte z.B. die Firma
Bayer 1891 nach Leverkusen und wurde dort zu einem weltweit erfolgreichen
Unternehmen, ähnlich wie Henkel
in Düsseldorf.
Daß dieser ungeheure wirtschaftliche
Aufschwung der Region erfolgen konnte, lag auch an den bekannten Unternehmensgründern
und Industriepionieren, die die Gunst der Stunde genutzt und Imperien
geschaffen haben. Manche vertraten dabei den extremen Kapitalismus,
andere sorgten sich um die soziale Absicherung ihrer Arbeiter.
Zu nennen sind Friedrich Grillo in Essen und Duisburg, Franz Haniel in
Ruhrort, Leopold Hoesch in Dortmund, Emil Kirdorf in Essen und Duisburg,
Peter Klöckner in Duisburg, Alfred
Krupp in Essen, Matthias und Hugo Stinnes in Mülheim, August Thyssen
in Mülheim und Hamborn, u.v.a.
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Gesamtgüterumschlag in Duisburg-Ruhrorter
Häfen
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Jahr
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Anfuhr (in t)
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Abfuhr (in t)
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1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910
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752.515 877.872 1.425.711 2.006.756 3.850.117
4.191.776 5.467.648
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2.764.400 3.682.593 4.754.320 5.469.517 8.579.077
9.447.017 13.905.715
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Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung bekamen in höchstem
Maße Energiequellen und schnelle und zuverlässige Transportwege eine besondere
Bedeutung. Die Rheinprovinz besaß zu Beginn des 19.Jahrhunderts
eines der dichtesten Eisenbahnnetze
der Welt und zusätzlich gute Verbindungen über die Wasserstraßen, die
weiter ausgebaut wurden, so der Dortmund-Ems-Kanal 1891-1899 und der Rhein-Herne-Kanal
1905-1914. Duisburg-Ruhrort
hatte den größten Binnenhafen Europas.
Quelle:
Friedrich-Wilhelm Henning: Die Industrialisierung in Deutschland 1800
bis 1914, Paderborn 1993.
Dietmar Petzina (hg.): Bevölkerung, Wirtschaft, Gesellschaft seit der
Industrialisierung:
Festschrift für Wolfgang Köllmann zum 65. Geburtstag, Dortmund 1990.
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